
Eine erste Gruppe von Migranten aus den Vereinigten Staaten ist in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) angekommen. Ihre Ankunft war erwartet worden, nachdem die kongolesischen Behörden am 5. April ein Abkommen mit der US-Regierung angekündigt hatten. Diese erste Gruppe landete in der Nacht in Kinshasa, berichtet RFI.
Das Flugzeug setzte zu Beginn der Nacht in Ndjili, dem internationalen Flughafen der Hauptstadt der DR Kongo, auf. Die Ankunft wurde von mehreren Quellen bestätigt: Der Flug aus den USA legte mindestens einen Zwischenstopp in Accra, Ghana, ein.
Nach Informationen von RFI besteht diese erste Gruppe aus 15 Personen, darunter sieben Frauen und acht Männer. Sie sollen die peruanische, kolumbianische und ecuadorianische Staatsangehörigkeit besitzen.
Spanischsprachige Mitarbeiter für die Betreuung eingesetzt
Derzeit ist noch unklar, wo die Migranten untergebracht werden. Sie sollen jedoch von der IOM (Internationale Organisation für Migration), die ein Büro in Kinshasa hat, betreut werden. Laut einer diplomatischen Quelle war diese Ankunft geplant, da spanischsprachige Mitarbeiter für die Betreuung dieses Falls eingestellt wurden.
50 bis 100 Migranten pro Monat aus den USA?
Weitere Ankünfte sind bereits vorgesehen: Eine weitere Gruppe von 15 Personen soll „in Kürze“ folgen, so RFI. Ein vor Ort tätiger Diplomat erklärte zudem, dass das – bislang nicht veröffentlichte – Abkommen vorsieht, dass die DR Kongo monatlich 50 bis 100 Migranten aus den USA aufnimmt.
Die gesamten Kosten dieser Operation sollen von der US-Regierung getragen werden.
Von offizieller kongolesischer Seite wird betont, dass diese Personen nicht dauerhaft im Land bleiben sollen, sondern in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden.
Die DR Kongo hatte Anfang April 2026 bestätigt, im Rahmen eines Abkommens mit Washington abgeschobene Migranten aus den USA aufzunehmen. In den vergangenen Monaten haben mehrere afrikanische Länder – darunter Äquatorialguinea, Ghana, Ruanda, Südsudan und Eswatini – zugestimmt, im Rahmen eines US-Programms zur Verlagerung irregulärer Migranten in Drittstaaten solche Personen aufzunehmen.