Fußball-WM 2026: Triumphale Rückkehr nach Mogadischu für Schiedsrichter Omar Artan, dem die Einreise in die USA verweigert wurde

Symbolbild, KI-generiert

Dem somalischen FIFA-Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan, der bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 als Unparteiischer eingesetzt werden sollte, wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Nach seiner Rückkehr nach Mogadischu wurde er von einer großen Menschenmenge empfangen, die ihm ihre Unterstützung und Solidarität bekundete.

Artan war von der FIFA als einer der Schiedsrichter für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ausgewählt worden. Dennoch wird er letztlich nicht an dem Turnier teilnehmen können. Nach seiner Ankunft in Miami aus Istanbul wurde der somalische Offizielle von den US-Grenz- und Zollbehörden (CBP) einer zusätzlichen Kontrolle unterzogen. Anschließend wurde ihm die Einreise verweigert. Die US-Behörden stuften ihn als „nicht einreiseberechtigt“ ein, ohne die genauen Gründe für diese Entscheidung öffentlich zu nennen. Nach Angaben der amerikanischen Behörden steht die Maßnahme im Zusammenhang mit verschärften Sicherheitsverfahren, die für bestimmte ausländische Staatsangehörige gelten. Zudem gehört Somalia zu den Ländern, die von strengeren Einwanderungs- und Kontrollmaßnahmen betroffen sind.

„Die FIFA greift nicht in die Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes ein“

Die FIFA erklärte ihrerseits, dass sie sich nicht in souveräne Entscheidungen der Gastgeberstaaten hinsichtlich der Einreise auf deren Staatsgebiet einmischt. Diese Fragen lägen ausschließlich in der Zuständigkeit der nationalen Behörden. In einer Mitteilung vom 10. Juni erklärte die FIFA: „Die FIFA greift nicht in die Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes ein, einschließlich der Visaerteilung. Die zuständigen Behörden haben uns mitgeteilt, dass sich der Status von Herrn Artan derzeit nicht ändern wird. Wie bei früheren FIFA-Wettbewerben entscheidet letztlich die Regierung des Gastgeberlandes darüber, wer ein Visum erhält und wer in ihr Hoheitsgebiet einreisen darf.“ Die Nachricht löste zahlreiche Reaktionen aus, da der somalische Schiedsrichter, der 2025 zum besten afrikanischen Schiedsrichter des Jahres gewählt wurde, als einer der vielversprechendsten Vertreter des afrikanischen Fußballs gilt. Seit seiner Aufnahme in die FIFA-Schiedsrichterliste im Jahr 2018 leitete Omar Artan zahlreiche bedeutende Wettbewerbe, darunter den Afrika-Cup.

„Trotz der Umstände bleibe ich positiv“

In einer Erklärung betonte Omar Artan, dass er optimistisch bleibe und dankte sowohl der FIFA als auch der Confédération Africaine de Football für ihre Unterstützung.

„Trotz der Umstände bewahre ich eine positive Einstellung und konzentriere mich auf die nächsten Herausforderungen meiner Schiedsrichterkarriere.“ Weiter erklärte er: „Ich möchte der FIFA und der Afrikanischen Fußballkonföderation (CAF) für ihre Unterstützung danken. Ich werde mein Leistungsniveau als Schiedsrichter beibehalten und meinen Blick auf die Zukunft richten. Der Fußballfamilie danke ich für ihre zahlreichen Nachrichten. Meinen Kollegen wünsche ich bei der Weltmeisterschaft viel Erfolg, und ich freue mich darauf, sie bei künftigen Wettbewerben wiederzusehen.“

Begeisterter Empfang in Mogadischu

Seine Rückkehr nach Mogadischu wurde von einer außergewöhnlichen Welle der Unterstützung begleitet. Hunderte Fans und Bürger versammelten sich am Flughafen, um ihn nach seiner Landung zu begrüßen und ihre Solidarität mit ihm auszudrücken. Viele sehen in dem Vorfall nicht nur eine persönliche Enttäuschung für Artan, sondern auch den Verlust einer symbolisch wichtigen somalischen Präsenz bei der Weltmeisterschaft 2026. (Quelle: afrik.com)