
DR Kongo: Gesetzesvorschlag zum Referendum verabschiedet – wichtiger Schritt für eine Verfassungsänderung
In der Demokratischen Republik Kongo treibt die Regierungsmehrheit ihre Pläne für eine Verfassungsänderung offen voran. Die Nationalversammlung hat am Dienstag, dem 9. Juni, den Gesetzentwurf zur Organisation eines Referendums verabschiedet.
Der Text gilt als zentraler Baustein für eine mögliche Änderung der Verfassung, während die zweite und letzte Amtszeit von Präsident Félix Tshisekedi im Jahr 2028 endet. Die Opposition wirft ihm vor, durch eine Verfassungsänderung einen dritten Mandatszeitraum anzustreben, der nach der derzeitigen, erst 20 Jahre alten Verfassung nicht zulässig ist.
Mit 348 Ja-Stimmen, lediglich 2 Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde das Gesetz problemlos angenommen. Die Regierungsmehrheit verfügt über rund 90 Prozent der Sitze in der Nationalversammlung, während die einzige Oppositionsfraktion ihre Teilnahme an den parlamentarischen Arbeiten seit mehreren Wochen ausgesetzt hat. (Quelle: RFI)
Kamerun: Neues Kabinett weiterhin nicht gebildet
Sieben Monate nach seiner Vereidigung infolge der Präsidentschaftswahl vom 12. Oktober 2025 hat Kameruns Präsident Paul Biya noch immer keine neue Regierung gebildet.
Seit dem 6. November 2025, dem Tag seines Amtsantritts nach der Wiederwahl für eine achte Amtszeit, scheint die politische Uhr in Kamerun stillzustehen. Trotz mehrfacher Ankündigungen bei öffentlichen Auftritten, wonach umgehend eine neue Regierung eingesetzt werden sollte, wartet die kamerunische Bevölkerung weiterhin auf konkrete Schritte. Selbst die derzeitige Regierung bleibt unverändert im Amt, obwohl die letzte Kabinettsumbildung bereits im Jahr 2019 stattfand. (Quelle: Les Dépêches de Brazzaville)
Marokko: Elf von Frankreich, Belgien und den Niederlanden gesuchte Personen bei Anti-Drogen-Einsatz festgenommen
Die marokkanischen Behörden haben elf Personen festgenommen, die von der Justiz in Frankreich, Belgien und den Niederlanden gesucht wurden. Die Einsätze fanden zeitgleich in Tanger und Marrakesch statt und richteten sich gegen Verdächtige im Zusammenhang mit internationalem Drogenhandel, Geldwäsche und Betrug.
Nach Angaben der Generaldirektion für Nationale Sicherheit (DGSN) erfolgten die Festnahmen in enger Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Territorialüberwachung (DGST). Unter den Festgenommenen befinden sich sechs französisch-marokkanische Staatsbürger, die von der französischen Justiz wegen Verdachts auf Drogenhandel, Geldwäsche, Betrug und Urkundenfälschung gesucht wurden. Hinzu kommen drei belgisch-marokkanische Staatsbürger, die in Belgien wegen internationalen Drogenhandels verfolgt werden, ein niederländischer Staatsbürger marokkanischer Herkunft wegen Drogenhandels und Geldwäsche sowie ein französischer Staatsbürger, gegen den in Marokko ein Haftbefehl wegen Geldwäsche vorliegt. (Quelle: aa.com)
Ebola: Heftiger Streit um US-Quarantänezentrum in Kenia
Die Bevölkerung von Nanyuki lehnt den Bau eines Isolationszentrums für US-Bürger ab, die in der Demokratischen Republik Kongo oder in Uganda dem Ebola-Virus ausgesetzt waren.
Am 9. Juni 2026 kam es in der Touristenstadt Nanyuki im Zentrum Kenias zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Bewohner protestieren gegen den Bau eines von den Vereinigten Staaten geplanten Isolationszentrums auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia westlich der Stadt. Neben gesundheitlichen Bedenken fürchten viele Einwohner erhebliche wirtschaftliche Folgen. Bereits die Verbindung der Region mit Ebola beeinträchtige den Tourismussektor und bedrohe zahlreiche Arbeitsplätze in der Hotel- und Gaststättenbranche. (Quelle: Le Monde Afrique)
Togo: ANC schlägt Alarm wegen der Lage in der Region Savanes
Die Allianz Nationale pour le Changement (ANC) zeigt sich tief besorgt über die Verschlechterung der Ernährungssituation in Togo, insbesondere in der Region Savanes. In einer am 9. Juni 2026 veröffentlichten Erklärung fordert die Partei von Jean-Pierre Fabre die Behörden auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um eine groß angelegte humanitäre Krise abzuwenden. Nach Angaben der ANC weisen aktuelle Warnungen des Welternährungsprogramms (WFP/PAM), die von Radio France Internationale (RFI) aufgegriffen wurden, darauf hin, dass mehr als 330.000 Menschen in Togo in den kommenden Monaten von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein könnten, sofern keine raschen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Region Savanes, die bereits unter den Folgen von gewalttätigem Extremismus und chronischer Armut leidet, gilt weiterhin als das am stärksten gefährdete Gebiet des Landes. (Quelle: Télégramme)
Guinea: Mindestens elf Tote nach Einsturz einer handwerklichen Goldmine
Beim Einsturz einer handwerklich betriebenen Goldmine im Nordosten Guineas sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Personen werden weiterhin vermisst, während die Such- und Rettungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt werden. Das Unglück ereignete sich am Montag auf einem Goldschürfgebiet in der Gemeinde Kintignan im Nordosten des Landes. Nach ersten Angaben der Rettungskräfte kamen mindestens elf Menschen ums Leben, vier weitere wurden verletzt.
Da sich weiterhin mehrere Personen unter den Trümmern befinden könnten, befürchten die Behörden, dass die Zahl der Todesopfer in den kommenden Stunden noch steigen wird. (Quelle: Africa Radio)