Wenige Wochen nach dem Massenansturm von Migranten auf Ceuta steht die Migration über die Mittelmeerroute weiter im Fokus. Ein Thema, um das Außenminister Wadephul bei seinem Besuch in Nordafrika nicht herumkommt.
„Angesichts globaler Umbrüche und Instabilität ist es für Deutschland und Europa entscheidend, gerade mit unseren geografischen Nachbarn in Nordafrika noch enger zusammenarbeiten. Mit Algerien und Tunesien teilen wir das Ziel, die Sahel-Region nachhaltig zu stabilisieren. Auch eine Beruhigung der Lage im Nahen Osten, insbesondere rund um die Seewege der arabischen Halbinsel, ist für unsere Versorgung und Sicherheit von größter Bedeutung.
Außenminister Wadephul wirbt im Rahmen seiner Afrika-Reise für mehr Zusammenarbeit. Der Kontinent biete Chancen, aber diese müsse man auch nutzen – denn China sei in der Region bereits jetzt präsent.
Man könnte meinen, dass ein Bundesaußenminister und sein Stab zumindest wissen sollten, in welcher Stadt sie sich gerade befinden. Doch weit gefehlt! Johann Wadephul (CDU), der neue Chefdiplomat der Bundesrepublik, hat sich auf seiner Afrika-Reise einen Fauxpas geleistet, der symptomatisch für den Zustand der deutschen Außenpolitik sein dürfte. Auf dem offiziellen Instagram-Account des Ministers wurde die Ankunft in Äthiopien mit einem Foto dokumentiert, das nicht etwa die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba zeigte – sondern die Skyline von Nairobi, der Hauptstadt Kenias.
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