
Am Dienstag, dem 6. Januar, musste ein Flug der Fluggesellschaft Tunisair nach einem medizinischen Notfall an Bord außerplanmäßig am Flughafen Algier landen. Eine Episode, die die Verbundenheit der drei Maghreb-Staaten verdeutlicht, wenn es darum geht, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Ein medizinischer Notfall während des Fluges
Ein Flug der tunesischen Nationalfluggesellschaft Tunisair auf der Strecke von Casablanca nach Tunis war gezwungen, eine Notlandung am internationalen Flughafen von Algier durchzuführen, nachdem sich der Gesundheitszustand einer Passagierin an Bord plötzlich verschlechtert hatte. Dieser Notfalleinsatz ereignete sich gestern, am Dienstag, dem 6. Januar 2026.
Die Passagierin marokkanischer Staatsangehörigkeit erlitt während des Fluges plötzlich schwere Krampfanfälle. Daraufhin entschied die Crew, den Flug abzubrechen, um eine schnellstmögliche medizinische Versorgung zu ermöglichen – entsprechend den geltenden Verfahren bei gesundheitlichen Notfällen.
Sofortige medizinische Versorgung
Unmittelbar nach der Landung der Maschine auf dem Rollfeld des Flughafens Algier standen die Einsatzkräfte des algerischen Zivilschutzes bereit. Die Rettungskräfte evakuierten die betroffene Passagierin umgehend, um ihr sofortige medizinische Hilfe zukommen zu lassen.
Die marokkanische Staatsbürgerin wurde notfallmäßig in das Universitätsklinikum Mustapha Pacha in Algier gebracht, wo sie zur notwendigen medizinischen Behandlung aufgenommen wurde. Der internationale Flughafen Algier verfügt über ein rund um die Uhr einsatzbereites medizinisches Team, das bei gesundheitlichen Notfällen schnell reagieren kann. Die algerischen Behörden betonten, dass die Situation ruhig gehandhabt worden sei und sich der Gesundheitszustand der Passagierin inzwischen stabilisiert habe.
Menschlichkeit über Grenzen hinweg
Dieses Ereignis erhält eine besondere Bedeutung vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen den drei Nachbarstaaten – insbesondere zwischen Algerien und Marokko, deren Landgrenzen seit 1994 geschlossen sind und deren diplomatische Beziehungen seit 2021 abgebrochen wurden. Doch wie bereits bei der CAN 2025, bei der die Fans der „Fennecs“ von den Anhängern der „Lions de l’Atlas“ herzlich empfangen wurden, zeigte sich erneut, dass die maghrebinische Solidarität über politischen Spannungen steht.
Die Flughafenbehörden erklärten, dass der Einsatz unter normalen Bedingungen ablief. Sie betonten, dass die Koordination zwischen der tunesischen Flugbesatzung und den algerischen Rettungsdiensten eine schnelle und effiziente Versorgung ermöglicht habe. Der Vorfall führte daher zu keinen größeren Beeinträchtigungen des Flugverkehrs.
Ein tunesisches Flugzeug, eine marokkanische Passagierin, algerische Rettungskräfte: drei Nationalitäten vereint durch ein einziges Ziel – ein Menschenleben zu retten. Eine Lektion in Menschlichkeit, gekommen aus dem Himmel. (Quelle: afrik.com)