Die Transsaharastraße, die sechs afrikanische Länder verbindet, ist bald fertiggestellt

Das Trans-Sahara-Straßenprojekt, das sechs afrikanische Länder – Algerien, Tunesien, Mali, Niger, Tschad und Nigeria – miteinander verbinden wird, wird bis Juni 2021 fertiggestellt sein. Nur der Hauptabschnitt, der Algier mit der Stadt Lagos in Nigeria verbindet, auf einer linearen Strecke von mehr als 4000 Kilometern, muss noch fertiggestellt werden, sagte der algerische Minister für öffentliche Arbeiten und amtierende Verkehrsminister, Farouk Chiali, am Sonntag, lt. der Agence Algérie Presse Service.

Der algerische Minister wies auch darauf hin, dass eine Zeremonie in Niger organisiert wird, um die Fertigstellung dieses afrikanischen Projekts, das Algier mit Lagos verbindet, zu verkünden, wobei er angab, dass die letzten Arbeiten von einer algerischen Firma ausgeführt werden.

„Die letzten Abschnitte, die noch fertiggestellt werden müssen, befinden sich im Niger und werden bis Mai oder Juni 2021 abgeschlossen sein“, sagte er.

Das in den 1960er Jahren auf Initiative von Algerien und der Kommission der Vereinten Nationen für Afrika (UNECA) konzipierte Projekt der Transsaharastraße (TRS) wird von einem Koordinationskomitee geleitet, das sich aus Vertretern der sechs Länder zusammensetzt, und wurde Anfang der 1970er Jahre ins Leben gerufen.

Die Trans-Sahara-Route verbindet Algier und Tunis mit vier Hauptstädten der Subsahara: Bamako, Niamey, N’Djamena und Lagos.

Die Hauptziele dieses Projekts sind die Infrstruktur-Anbindung von mehr als 400 Millionen Afrikanern, verteilt auf mehr als 6 Millionen km2, die zum großen Teil in den ausgedehnten Sahararegionen des Maghreb und der Sahelzone residieren, die wirtschaftliche Integration der 6 durchquerten Länder und potenziell der Länder des Golfs von Guinea sowie die Eröffnung eines neuen lebenswichtigen Korridors für alle 16 westafrikanischen Länder zu den Mittelmeerhäfen über das algerische Straßennetz.

Das RTS-Netz hat eine Länge von 9022 km und besteht aus einer Hauptachse Algier-Lagos und drei Zweigen mit Verbindungen in Richtung Gabès, Bamako und N’Djamena.

Die Hauptachse durchquert Algerien, Niger und Nigeria und führt hauptsächlich durch Ghardaïa und Tamanrasset, dann durch Agadez und Zinder, und schließlich durch Kano und Kaduna, auf einer Gesamtlänge von fast 4500 km.

Der tunesische Zweig verbindet den Hafen von Gabès in Tunesien mit der Hauptachse der Transsahara-Straße bei Ghardaïa über Gafsa und Tozeur, dann El Oued, Touggourt und Ouargla in Algerien. Mit einer Gesamtlänge von 866 km ist der tunesische Teil komplett asphaltiert.

Der malische Zweig verbindet Bamako mit Tamanrasset über eine Gesamtlänge von 2461 km.

Der tschadische Zweig verbindet N’Djamena auf einer Gesamtlänge von 1.197 km mit der Hauptachse der Transsaharastraße bei Zinder in Niger. Er umgeht den Tschadsee im Norden und führt durch Bol, um von Nguigmi aus eine asphaltierte Straße in Niger zu erreichen.