Im September tanzt Lina Zedriga noch auf dem Dach des Berliner Verlagshauses. Am Wahltag im Januar wird die Vizepräsidentin der größten Oppositionspartei Ugandas verschleppt.
In Kenia warnt die Wahlkommission vor einer neuen Betrugswelle, die sich gezielt gegen Jobsuchende richtet. Kriminelle nutzen gefälschte Stellenangebote für Wahlhelfer, um an Geld und sensible Daten zu gelangen. Die Täter profitieren von der aktuellen Führungslücke in der Wahlbehörde.
Diese Woche im DAS-Pressespiegel: Die USA bestätigen Truppenpräsenz in Nigeria, Tschad und Frankreich beleben ihre Beziehungen wieder, in Berlin ist eine von dem zivilgesellschaftlichen Verein Afrika-Forum e. V. initiierte Gedenktafel zur Erinnerung an die Berliner Konferenz 1884/85 entwendet worden, und Fela Kuti, Pionier des Afrobeat, erhält den Grammy Lifetime Achievement Award.
Während der afrikanische Kontinent bei den Olympischen Sommerspielen mit einer großen Anzahl an Medaillen stark vertreten ist, sieht die Situation bei den Winterspielen ganz anders aus. In Paris 2024 gewannen afrikanische Athletinnen und Athleten insgesamt 39 Medaillen, davon 13 Goldmedaillen. Bei den Olympischen Winterspielen wartet Afrika hingegen noch immer auf seine erste Medaille.
Geschätzt 840.000 Einwanderer leben in Spanien ohne Aufenthaltsgenehmigung. Die Regierung will nun einmalig Hunderttausenden einen legalen Status geben – unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Schritt gegen den europäischen Trend.
Die Vereinigten Staaten haben Algerien mit möglichen Sanktionen gedroht, nachdem das Land beschlossen hat, moderne russische Kampfflugzeuge des Typs Su-57 zu kaufen. Dies wirft neue Fragen zu Afrikas Verteidigungsbeziehungen mit Moskau in einer Phase erhöhter globaler geopolitischer Spannungen auf.
Einer der ältesten Konflikte der Welt ist seit 2020 wieder aufgeflammt, der zwischen der saharauischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) und Marokko. Marokko kontrolliert 80% der Westsahara, dort wo die Mineraliengründe liegen und die fischreichen Gewässer.
Denis Sassou-Nguesso, 82 Jahre alt und amtierender Präsident des Kongo-Brazzaville, wird bei der Wahl am 15. März für eine weitere Amtszeit kandidieren. Das gab er am Donnerstag, dem 5. Februar, persönlich in Bambou Mingali bekannt, rund 60 Kilometer nördlich von Brazzaville, wo er die erste große Landwirtschaftsmesse des Landes eröffnete. Dabei würdigte er die Arbeit der Landwirte und versprach, sie weiterhin zu unterstützen. Seine Partei, der Parti congolais du travail (PCT), hatte ihn bereits Ende Dezember offiziell nominiert, berichtet RFI.
Saïf al-Islam Kadhafi, 53 Jahre alt, einer der Söhne des ehemaligen libyschen Diktators Muammar Kadhafi, ist in seinem Haus in Zintan, 170 Kilometer südwestlich von Tripolis im Nordwesten Libyens, ermordet worden. Dies gab sein Anwalt und Berater Abdullah Othman Abdurrahim bekannt. Die Information wurde vom Sender Libya Al-Ahrar weiterverbreitet. Die genauen Umstände seines Todes sind jedoch weiterhin unklar. RFI hat Reaktionen gesammelt.
Seine «grüne Revolution» diene vor allem Konzernen, aber nicht der afrikanischen Bevölkerung, sagen Kritiker. Als Hauptgeldgeber des Landwirtschaftsprogramms AGRA will die «Gates Foundation» des Microsoft-Gründers «die Erträge und Einkommen von Millionen von Kleinbauern in Afrika steigern, … damit sie sich und ihre Familien aus Hunger und Armut befreien können».
Saïf al-Islam Kadhafi, der jüngste Sohn von Muammar al-Kadhafi und Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2021, die letztlich nicht stattfanden, ist am Dienstag, dem 3. Februar, in seinem Haus in Zintan, einer Stadt im Nordwesten Libyens, ermordet worden. Angehörige bestätigten seinen Tod in seinem Wohnhaus. Lange Zeit galt er als möglicher Nachfolger seines Vaters. Er wurde 53 Jahre alt.
Nach Einschätzung der Wirtschaftskommission für Afrika (ECA) ist die Abschaffung dieser Praxis ebenso ein wirtschaftliches wie ein soziales Gebot, um das Potenzial von 160 Millionen heranwachsenden Mädchen freizusetzen. In einer Analyse, die Anfang Januar 2026 veröffentlicht wurde, schlägt die Kommission Alarm: Kinderehen zählen zu den „am meisten unterschätzten strukturellen Beschränkungen“, die Afrikas Fähigkeit behindern, seine demografische Dividende zu nutzen.
Juba/Berlin, 4. Februar 2026. Bei einem Luftangriff der südsudanesischen Regierungstruppen wurde Dienstagnacht das Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Lankien im Bundestaat Jonglei getroffen. Dabei wurde ein Mitarbeitender leicht verletzt und das Hauptlager des Krankenhauses zerstört. Ein Großteil der Vorräte zur medizinischen Versorgung ging verloren. Noch am Nachmittag desselben Tages wurde zudem die Gesundheitseinrichtung von Ärzte ohne Grenzen in Pieri, ebenfalls im Bundesstaat Jonglei, von unbekannten Angreifern geplündert.
Saïf al-Islam Kadhafi, einer der Söhne des früheren libyschen Machthabers Muammar Kadhafi, der lange Zeit als möglicher Nachfolger galt und vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht wurde, ist am Dienstag, dem 3. Februar, getötet worden. Dies bestätigten mehrere Quellen gegenüber RFI.
Eine umstrittene und lange Zeit unauffindbare Figur taucht heute durch eine ebenso brutale wie rätselhafte Meldung wieder auf: der mutmaßliche Tod von Saif al-Islam al-Gaddafi. Die Information, die aus inoffiziellen Quellen stammt, fällt in eine Phase anhaltender Fragmentierung Libyens, in der Nachrichten nur spärlich zirkulieren und zahlreiche Spekulationen nähren. Zwischen möglichen Abrechnungen, dem Schweigen der Behörden und sensiblen internationalen Dossiers wirft dieses Verschwinden erneut Fragen über Vergangenheit, Gegenwart und die politische Zukunft eines Landes auf, das noch immer nach Stabilität sucht.