Schlagwort-Archive: DAS-Afrika-Pressespiegel

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 34: Weitreichende Entscheidungen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 34: Weitreichende EntscheidungenAlgerien bricht diplomatische Beziehungen zu Marokko ab: Am vergangenen Montag hat Algerien seine diplomatischen Beziehungen zu Marokko abgebrochen. Den Entschluss verkündete der algerische Außenminister Ramtane Lamamra auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Dabei warf Lamamra der marokkanischen Seite vor, einen systematischen Krieg gegen sein Heimatland zu führen und israelische Spionagesoftware gegen Algier einzusetzen. Das marokkanische Außenministerium bedauerte den Entschluss aus Algier und stufte die Entscheidung als völlig ungerechtfertigten Schritt ein. Allerdings waren dieser Eskalation in den vergangenen Monaten deutlich wahrnehmbare Spannungen vorausgegangen, somit kommt der jetzige, vorläufige Tiefpunkt der algerisch-marokkanischen Beziehungen nicht überraschend. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 34: Weitreichende Entscheidungen weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 28: Ausnahmezustand

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 28: AusnahmezustandAusschreitungen in Südafrika: In Südafrika ist es nach der Inhaftierung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma die gesamte Woche über zu massiven Ausschreitungen gekommen. Insbesondere in der Heimatregion Zumas, der Provinz KwaZulu-Natal, sowie in den Städten Johannesburg und Pretoria wurden Geschäfte geplündert, Autos in Brand gesetzt und Einkaufszentren verwüstet. Die Unruhen kosteten bereits 117 Menschen das Leben, über 2000 Menschen wurden verhaftet. Zuma hatte sich vergangene Woche der Polizei gestellt, nachdem er auf Grund der Missachtung der Justiz zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt worden war. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 28: Ausnahmezustand weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 27: Enttäuschte Hoffnungen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 27: Enttäuschte HoffnungenAm gestrigen Freitag feierte die Republik Südsudan das 10-jährige Jubiläum ihrer Unabhängigkeit von der Republik Sudan am 9. Juli 2011. Coronabedingt gab es keine offiziellen Feierlichkeiten, wie der Ministerrat bekannt gab, der im gleichen Zug auch die Vereidigung der Übergangslegitative auf unbestimmte Zeit verschob. An sich ein Tag der Freude, der allerdings von den enormen Herausforderungen überschattet wird, mit der die jüngste Nation in Afrika bis zum heutigen Tag zu kämpfen hat: Das Land leidet unter den Folgen eines Bürgerkriegs und sieht sich großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gegenüber: DAS-Afrika-Pressespiegel KW 27: Enttäuschte Hoffnungen weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 25: Wegweisend?

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 25: Wegweisend?Parlamentswahlen in Äthiopien: Vor dem Hintergrund steigender Spannungen im Land und inmitten des andauernden Konflikts in der nördlichen Region Tigray hat Äthiopien am vergangenen Montag Parlamentswahlen durchgeführt. Die ersten Parlamentswahlen seit 2015, die gleichzeitig die ersten freien und fairen Wahlen des Landes überhaupt werden sollten, waren ursprünglich für August 2020 angesetzt, wurden aber wegen der Corona-Pandemie und bewaffneter Konflikte zweimal verschoben. Insgesamt 38 Mio. Wählerinnen und Wähler waren für den Urnengang registriert, in 100 von 547 Wahlbezirken – darunter in ganz Tigray – konnte jedoch auf Grund der volatilen Sicherheitslage nicht abgestimmt werden. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 25: Wegweisend? weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 21: Kurswechsel

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 21: KurswechselBreaking News: Deutschland erkennt seine Kolonialverbrechen im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, bei denen zwischen 1904 und 1908 etwa 65.000 Herero und 10.000 Nama ums Leben kamen, offiziell als Völkermord an. Diese Anerkennung der Schuld ist Teil der Einigung zur Aussöhnung zwischen Deutschland und Namibia, die nun nach mehr als fünfjährigen Verhandlungen zwischen den beiden Ländern erzielt wurde. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 21: Kurswechsel weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 14: Alter Streit und neuer Wind?

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 14: Alter Streit und neuer Wind?Erneutes Scheitern der Gespräche über GERD: Ohne eine Einigung im langjährigen Streit zwischen Ägypten, Äthiopien und Sudan über den Grand-Ethiopian-Renaissance-Dam (GERD) wurden erneute Gespräche zwischen den drei Ländern am Dienstag in Kinshasa beendet. Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo und derzeitige Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU) Félix Tshisekedi hatte gehofft, mit dem Treffen der Außen- und Wasserminister der drei Länder einen Durchbruch zu erzielen, der jedoch nach drei Verhandlungstagen nicht gelang. Den Vorschlag Ägyptens und Sudans, die AU, die Europäische Union, die USA und die Vereinten Nationen gemeinsam zu offiziellen Mediatoren zu bestimmen, lehnte Äthiopien ab, da es eine Fortsetzung der Gespräche unter der alleinigen Führung der AU bevorzuge. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 14: Alter Streit und neuer Wind? weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 13: Einnahme und Blockade

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 13: Einnahme und BlockadeTausende Menschen im Norden Mosambiks auf der Flucht: In der vergangenen Woche haben Rebellen die Kontrolle über die Stadt Palma in der Region Cabo Delgado im Norden Mosambiks übernommen. Sie kontrollieren damit erstmals eine Stadt in der Krisenregion. Mosambikanische Sicherheitskräfte und dutzende Zivilisten wurden getötet, Tausende befinden sich auf der Flucht. Beobachterinnen und Beobachter der Vereinten Nationen beschreiben die Lage als beunruhigend und befürchten eine weitere Verschärfung. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 13: Einnahme und Blockade weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 12: Keine Wahl?

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 12: Keine Wahl?Präsident der Republik Kongo im Amt bestätigt: Denis Sassou Nguesso wurde wenig überraschend bei den Wahlen am Sonntag als Präsident der Republik Kongo in seinem Amt bestätigt. Nach offiziellen Angaben setzte sich der 77-Jährige mit 88,57% der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 67,55% gegen seine sechs Herausforderer durch. Die größte Oppositionspartei Pan-African Union for Social Democracy (UPADS) boykottierte die Wahlen. Kritische Stimmen äußerten Bedenken bezüglich der Transparenz und Glaubwürdigkeit des Urnengangs. So sollen frühzeitig Stimmen abgegeben und das Entsenden von lokalen Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachtern in Wahllokale verweigert worden sein. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 12: Keine Wahl? weiterlesen