Anlässlich des Besuchs von Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), veranstaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Kundgebung in Berlin. Dazu lädt sie herzlich ein:
Am Donnerstag, 10. September 2026, ab 14.30 Uhr, vor dem Hauptbahnhof, Washingtonplatz, Berlin.
Millionen Menschen könnten Zugang zu medizinischer Hilfe verlieren – Massenhafte Schließung von Einrichtungen droht Khartum/Berlin, 8. September 2026. Ärzte ohne Grenzen warnt vor den gravierenden Folgen der Kürzung von Hilfsgeldern für die Menschen im Sudan. Das bereits instabile Gesundheitssystem steht vor dem Zusammenbruch. Die Organisation appelliert deshalb anlässlich der aktuell tagenden Generalversammlung der Vereinten Nationen an die Staats- und Regierungschefs weltweit, die Finanzierung der essenziellen Gesundheitsversorgung im Sudan sicherstellen.
(Berlin, 8. September 2026) – Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und andere hochrangige deutsche Regierungsvertreter*innen sollten bei ihren Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, am 10. September 2026 in Berlin die Menschenrechtsbilanz der VAE sowie deren Rolle in regionalen Konflikten öffentlich thematisieren, so Human Rights Watch heute.
Das sudanesische Verteidigungsministerium hat am 24. August 2026 die Zerstörung einer „feindlichen strategischen Drohne“ in der Region Blauer Nil im Südosten des Landes bekannt gegeben. Nach Angaben des Ministeriums kam die Drohne aus äthiopischem Hoheitsgebiet. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Es handelt sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art innerhalb von zwei Tagen. Am Sonntag war ebenfalls eine aus Äthiopien kommende Drohne über dem Blauen Nil abgeschossen worden, berichtet RFI.
Fußball spielen, um sich neu aufzubauen und die Traumata von Krieg und Exil zu überwinden – das ist das Ziel einer sudanesischen Frauenmannschaft, die aus Profispielerinnen besteht, die vor dem Konflikt nach Ägypten geflohen sind. Initiiert wurde das Projekt von Salma al-Majidi, einer Pionierin des Frauenfußballs im Sudan, berichtet RFI.
Zwischen uns das Meer: Anfang der 1990er Jahre kommt der 27-jährige Nour als illegaler Flüchtling von Marokko nach Marseille. Mit Gelegenheitsjobs und der Hilfe seiner Freunde gelingt es ihm, sich hier ein neues Leben aufzubauen. Dennoch bleibt das permanente Gefühl der Unsicherheit.
Anlässlich des dritten Jahrestags des Kriegsbeginns im Sudan am 15. April haben das Center for Environmental and Social Studies (CESS Sudan) und die Menschenrechtsorganisationen Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und Pax for Peace bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin einen stärkeren Fokus auf die Konflikttreiber des Krieges gefordert. Sie betonen, dass europäische Unternehmen indirekt vom Krieg im Sudan profitieren. Zu den deutschen Unternehmen, die Gold aus dem Sudan beziehen, zählt laut einem neuen Bericht von CESS auch der deutsche Autobauer VW.
Im dritten Jahr nach Ausbruch des Krieges beziffert ein neuer Bericht dessen Kosten und zeigt auf, welche Maßnahmen für den Wiederaufbau erforderlich sind. Sollte der Konflikt bis 2030 andauern, könnte der Anteil der Menschen im Sudan, die in extremer Armut leben, auf über 60 Prozent steigen – konkret heißt das: 34 Millionen Menschen zusätzlich würden in extreme Armut gedrängt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende neue Analyse, die heute – am Vorabend des dritten Jahrestags des Krieges – veröffentlicht wurde.
Laetitia Bader, stellvertretende Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, und Jean-Baptiste Gallopin, leitender Berater für Krisen und Konflikte, reisten Mitte Dezember 2025 in den Osten des Tschad. Dort führten sie Interviews mit Dutzenden Geflüchteten, die aus El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur, geflohen waren, nachdem die Stadt Ende Oktober 2025 von den Rapid Support Forces (RSF), einer der beiden wichtigsten Kriegsparteien im Sudan, eingenommen worden war.
Es ist wohl die größte humanitäre Krise der Welt – von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet. Im Sudan führt die Regierung gegen Rebellen einen blutigen und brutalen Bürgerkrieg. Schätzungsweise 12 Millionen Menschen sind auf der Flucht.
Der Sudan und Russland haben ihre Gespräche über ein Abkommen wieder aufgenommen, nach dem Moskau Su-30- und Su-35-Kampfjets bereitstellen würde, im Austausch für das Recht auf eine logistische Marineeinrichtung am Roten Meer.
Die RSF-Miliz führt einen brutalen Krieg im Sudan, laut Berichten auch mit europäischen Waffen. Bildbelege, die Report Mainz ausgewertet hat, deuten darauf hin, dass die Miliz über Rüstungsgüter aus Deutschland verfügt.
Der Politikwissenschaftler Prof. Volker Perthes, erklärt zum Konflikt im Sudan, dies sei „die größte humanitäre Katastrophe in diesem Jahrhundert bislang“ mit bis zu 15 Millionen vertriebenen Menschen. In Europa interessiere man sich unter anderem deshalb so wenig dafür, weil die Vertriebenen im Sudan verblieben oder in Nachbarländer flohen. „Die klopfen nicht bei uns an die Tür, und damit wird es nicht zum politischen Thema.“
Massad Boulos, Schwiegervater von Donald Trumps Tochter, verhandelt für das Weiße Haus im Sudan-Krieg. Er setzt dabei erstmals konsequent auf den Einfluss der Golfstaaten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Salam Sudan Campaign rufen gemeinsam zu einer Mahnwache vor dem Auswärtigen Amt in Berlin auf. Unter dem Motto „Stand with Sudan – Stoppt die Massaker in El Fasher!“ soll am Freitag, 31. Oktober 2025, von 15 bis 17 Uhr gegen die anhaltenden Gräueltaten im Sudan protestiert werden.
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