Schlagwortarchiv: Sudan

Sudan: Ein Jahr nach dem Fall von El Fasher – Terror gegen die Zivilbevölkerung dauert an

„Ein Jahr nach dem Völkermord in El Fasher führen die RSF, die für die Massaker verantwortlich sind, einen brutalen Drohnenkrieg gegen die Zivilbevölkerung. Der Terror nimmt kein Ende. Und niemand scheint ihn effektiv stoppen zu wollen! Im Gegenteil, die deutsche Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Hauptlieferanten der tödlichen Drohnen, ist in den vergangenen Wochen noch enger geworden“, kritisiert Sarah Reinke, Leiterin der Menschenrechtsarbeit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

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Sudan-Krieg greift auf die Zentralafrikanische Republik über: UN warnen vor einem vorzeitigen Abzug der Blauhelmsoldaten

Valentine Rugwabiza spricht während einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen über die Lage in der Zentralafrikanischen Republik. (UN-Foto: Eskinder Debebe)

Die Vereinten Nationen haben am Dienstag vor einem verfrühten Abzug ihrer Friedenstruppen aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) gewarnt. Hintergrund ist die zunehmende Ausweitung des Krieges im benachbarten Sudan auf das zentralafrikanische Staatsgebiet. Obwohl inzwischen fast 2.000 Kämpfer entwaffnet wurden und der jüngste Wahlzyklus weitgehend abgeschlossen ist, erlebt das Land insbesondere im Osten eine neue Welle tödlicher Gewalt.

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Ägypten soll mehr als 200 sudanesische Bergarbeiter getötet haben

Die ägyptische Luftwaffe soll bei Angriffen in der Region Al-Wadi Nord im Sudan mindestens 200 sudanesische Bergarbeiter getötet und zahlreiche weitere verletzt haben. Nach Angaben der Sudan Tribune richteten sich die Luftangriffe am Samstag, dem 10. Oktober, gegen handwerklich betriebene Bergbaustätten in der Region Shamal al-Wadi im Nordosten des Sudan, nahe dem Roten Meer. Die Bergarbeiter bereiteten sich gerade darauf vor, ihren Arbeitstag zu beginnen.

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Äthiopien: Konflikt in Tigray droht sich über die Grenzen hinaus auszuweiten

Die Kämpfe im Norden Äthiopiens verschärfen sich erneut. In Tigray stehen sich Bundestruppen und Kräfte der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) gegenüber. Zahlreiche Zivilisten sollen getötet worden sein, Tausende Menschen sind auf der Flucht.

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Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (10.9.) – Sudan – Keine Deals mit Kriegstreibern, Herr Bundeskanzler!

Symbolflyer, kein GfbV-Original

Anlässlich des Besuchs von Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), veranstaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Kundgebung in Berlin. Dazu lädt sie herzlich ein:

Am Donnerstag, 10. September 2026,
ab 14.30 Uhr,
vor dem Hauptbahnhof, Washingtonplatz, Berlin.

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Sudan: Mittelkürzungen bringen Gesundheitssystem an den Rand des Kollapses

Copyright: Tadeu Andre/MSF

Millionen Menschen könnten Zugang zu medizinischer Hilfe verlieren – Massenhafte Schließung von Einrichtungen droht Khartum/Berlin, 8. September 2026. Ärzte ohne Grenzen warnt vor den gravierenden Folgen der Kürzung von Hilfsgeldern für die Menschen im Sudan. Das bereits instabile Gesundheitssystem steht vor dem Zusammenbruch. Die Organisation appelliert deshalb anlässlich der aktuell tagenden Generalversammlung der Vereinten Nationen an die Staats- und Regierungschefs weltweit, die Finanzierung der essenziellen Gesundheitsversorgung im Sudan sicherstellen.

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Treffen mit Präsidenten der VAE: Schweigen und diplomatische Untätigkeit begünstigen Gräueltaten und Straflosigkeit im Sudan – Regierungsvertreter*innen sollen Rolle der VAE im Sudan offen ansprechen

Muhammad bin Zayid Al Nahyan (2016). ©Prime Minister’s Office (GODL-India)

(Berlin, 8. September 2026) – Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und andere hochrangige deutsche Regierungsvertreter*innen sollten bei ihren Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, am 10. September 2026 in Berlin die Menschenrechtsbilanz der VAE sowie deren Rolle in regionalen Konflikten öffentlich thematisieren, so Human Rights Watch heute.

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Sudan meldet Abschuss einer aus Äthiopien kommenden Drohne

Das sudanesische Verteidigungsministerium hat am 24. August 2026 die Zerstörung einer „feindlichen strategischen Drohne“ in der Region Blauer Nil im Südosten des Landes bekannt gegeben. Nach Angaben des Ministeriums kam die Drohne aus äthiopischem Hoheitsgebiet. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Es handelt sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art innerhalb von zwei Tagen. Am Sonntag war ebenfalls eine aus Äthiopien kommende Drohne über dem Blauen Nil abgeschossen worden, berichtet RFI.

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Ägypten: die Samidat, sudanesische Fußballerinnen, trotzen dem Exil

Symbolbild

Fußball spielen, um sich neu aufzubauen und die Traumata von Krieg und Exil zu überwinden – das ist das Ziel einer sudanesischen Frauenmannschaft, die aus Profispielerinnen besteht, die vor dem Konflikt nach Ägypten geflohen sind. Initiiert wurde das Projekt von Salma al-Majidi, einer Pionierin des Frauenfußballs im Sudan, berichtet RFI.

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Neu im Kino: Zwischen uns das Meer (Marokko) und Cotton Queen (Sudan)

Zwischen uns das Meer: Anfang der 1990er Jahre kommt der 27-jährige Nour als illegaler Flüchtling von Marokko nach Marseille. Mit Gelegenheitsjobs und der Hilfe seiner Freunde gelingt es ihm, sich hier ein neues Leben aufzubauen. Dennoch bleibt das permanente Gefühl der Unsicherheit.

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Pressekonferenz zum Krieg im Sudan: Zivilgesellschaftliche Organisationen prangern Verantwortung europäischer Unternehmen an

Auch VW bezieht Gold aus dem Sudan

Anlässlich des dritten Jahrestags des Kriegsbeginns im Sudan am 15. April haben das Center for Environmental and Social Studies (CESS Sudan) und die Menschenrechtsorganisationen Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und Pax for Peace bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin einen stärkeren Fokus auf die Konflikttreiber des Krieges gefordert. Sie betonen, dass europäische Unternehmen indirekt vom Krieg im Sudan profitieren. Zu den deutschen Unternehmen, die Gold aus dem Sudan beziehen, zählt laut einem neuen Bericht von CESS auch der deutsche Autobauer VW.

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Krieg wirft Sudans Wirtschaft um mehr als 30 Jahre zurück – 60 % der Menschen könnten in extreme Armut abrutschen

Im dritten Jahr nach Ausbruch des Krieges beziffert ein neuer Bericht dessen Kosten und zeigt auf, welche Maßnahmen für den Wiederaufbau erforderlich sind. Sollte der Konflikt bis 2030 andauern, könnte der Anteil der Menschen im Sudan, die in extremer Armut leben, auf über 60 Prozent steigen – konkret heißt das: 34 Millionen Menschen zusätzlich würden in extreme Armut gedrängt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende neue Analyse, die heute – am Vorabend des dritten Jahrestags des Krieges – veröffentlicht wurde. 

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Interview: Untersuchung des Falls von El Fasher, Sudan

Eine provisorische Unterkunft aus Planen und Stöcken im Camp Ouré Cassoni im Osten des Tschad bietet einer sudanesischen Familie mit Kindern nur dürftigen Schutz vor den kalten Winterwinden. © 2025 Laetitia Bader / Human Rights Watch

Laetitia Bader, stellvertretende Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, und Jean-Baptiste Gallopin, leitender Berater für Krisen und Konflikte, reisten Mitte Dezember 2025 in den Osten des Tschad. Dort führten sie Interviews mit Dutzenden Geflüchteten, die aus El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur, geflohen waren, nachdem die Stadt Ende Oktober 2025 von den Rapid Support Forces (RSF), einer der beiden wichtigsten Kriegsparteien im Sudan, eingenommen worden war.

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