Und schon wieder! Gut integrierter, fleißiger Mitarbeiter soll abgeschoben werden! Nach langer Suche hatte eine Bäckerei in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) endlich einen Lehrling gefunden. Der soll jetzt, im 2. Lehrjahr, in seine Heimat Togo abgeschoben werden.
Zwischen 2019 und 2026 hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mehr als 4,65 Millionen US-Dollar in das Programm „Forest and Farm Facility“ (FFF) investiert. Diese finanzielle Unterstützung ermöglichte es, mehr als 100 Organisationen von Forst- und Landwirtschaftsproduzenten im ganzen Land direkt zu fördern.
Die Herzen der Familie Liebl schlagen für zwei Kontinente: Afrika und Deutschland. Der Grund: Ihre Urgroßmutter stammt aus Togo, ihr Urgroßvater aus Deutschland, genauer, aus Straubing. Der deutsche Arzt Dr. Friedrich Liebl heiratete die Togolesin im Jahr 1908 in der Kolonie Togo. Eine Familiengeschichte, die deutsche Behörden nicht anerkennen. Stattdessen pochen sie auf die Gültigkeit damaliger rassistisch-kolonialistisch geprägter Gesetze, die „Mischehen“ um jeden Preis verhindern sollten.
Elf westafrikanische Abgeschobene, die von den Vereinigten Staaten nach Ghana geschickt wurden – im Rahmen einer Vereinbarung mit der Trump-Regierung – stehen vor einer ungewissen Zukunft. Ihr Anwalt teilte mit, dass nur sechs von ihnen nachweislich weiter abgeschoben wurden, während fünf weiterhin vermisst werden.
An der Meeresküste, östlich des großen Hafens der Hauptstadt Lomé, ist dieses Fischerviertel nach der Vertreibung seiner Bewohner von seinem ursprünglichen Standort – zwecks Erweiterung des von Bolloré errichteten Großhafens – zu einem wahren „Ghetto“ geworden. Trotz seines schlechten Rufs und der Polizeigewalt versuchen die „Katangais“, ein gewisses Maß an Solidarität aufrechtzuerhalten und ihren Lebensraum neu aufzubauen.
Bei einer Pressekonferenz Mitte der Woche haben die togolesischen Minister für Sicherheit und Technische Bildung das „Mouvement du 6 juin“ (M66) indirekt für die Proteste gegen Präsident Faure Gnassingbé im Juni verantwortlich gemacht. Die Gruppe, die ihren Namen vom Geburtstag des Präsidenten ableitet, fordert dessen Rücktritt. Am 26. Juni hatten Demonstrierende in Lomé, der Hauptstadt Togos, Barrikaden errichtet – Teil einer Protestwelle gegen Präsident Faure Gnassingbé, berichteet RFI.
Nach über zwei Jahrzehnten an der Macht ist die Herrschaft von Faure Gnassingbé so umstritten wie nie zuvor. 2005 wurde er nach dem Tod seines Vaters in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vom Militär, dem Parlament und dem Verfassungsgericht zum Nachfolger bestimmt. Erst unter internationalem Druck ließ er sich in massiv gefälschten Präsidentschaftswahlen „offiziell“ bestätigen. Bei den anschließenden Massenprotesten kamen rund 900 Menschen durch staatliche Sicherheitskräfte ums Leben, 4.000 wurden verletzt, mindestens 60.000 flohen in die Nachbarländer Ghana und Benin.
Togos Präsident Faure Gnassingbé wurde in das neu geschaffene Amt des Präsidenten des Ministerrats berufen, ein mächtiger Posten ohne Amtszeitbegrenzung, was von der Opposition als „verfassungsmäßiger Staatsstreich“ verurteilt wird, da es ihm ermöglichen könnte, unbegrenzt an der Macht zu bleiben.
Die Behörden Togos warnen vor falschen Versprechen von Stipendien, um in Russland zu studieren. Das Außenministerium wurde über mehrere Fälle von togolesischen Staatsangehörigen informiert, die in diesem Zusammenhang ausgereist sind und sich dann in der Ukraine wiederfanden, um an der Seite der russischen Streitkräfte zu kämpfen. Bereits vor Kurzem hatte die Zivilgesellschaft auf einen ähnlichen Fall hingewiesen, berichtet RFI.
Erinnerungskultur ist Zukunftsarbeit! Am 5. März wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Auftaktveranstaltung zur Schaffung eines Erinnerungsortes am Karpfenteich im Berliner Treptower Park.
Abina Padazouwé an ihrem Abschiedsabend in Libreville
Die togoische Diaspora in Gabun trauert – und ich auch. Frau Abina Padazouwé, die in der togoischen Botschaft in Gabun für kulturelle Angelegenheiten zuständig war und seit einigen Jahren als Interimsbotschafterin Togos in Gabun fungierte, ist am Montag, den 29. Juli in der gabunischen Wirtschaftshauptstadt Port Gentil verstorben. Genau eine Woche zuvor hatte sie bei einem Empfang im Hotel-Restaurant Tropicana in Libreville ihren Abschied gefeiert, weil sie nach Indien versetzt wurde. Eine Aufgabe, auf die sie sich sehr freute. Ich war bei diesem Abend dabei und konnte diese sympathische, noch junge Frau kennenlernen – niemand konnte ahnen, dass es ein Abschied für immer sein würde.
Pflegefachkraft will in Deutschland eigentlich keiner mehr werden. Zwei Afrikaner erzählen, warum sie für den Ausbildungsplatz am ZfP sogar ihre Heimat verlassen haben. Viele Fachkräfte haben in den vergangenen Jahren die Pflege verlassen. Verwunderlich ist das nicht, denn die Pflege ist ein Knochenjob. Wer also tut sich das noch an? Wer sind die Menschen, die momentan noch voller Elan eine Ausbildung in der Pflege beginnen? Wer ist bereit, uns zu pflegen, wenn wir alt und krank sind?
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