Es ist wohl die größte humanitäre Krise der Welt – von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet. Im Sudan führt die Regierung gegen Rebellen einen blutigen und brutalen Bürgerkrieg. Schätzungsweise 12 Millionen Menschen sind auf der Flucht.
Vom Fuß des Mount Meru bis zu den Gassen der Kasbah – die Rangliste der bei Reisenden beliebtesten afrikanischen Städte hält einige Überraschungen bereit. Drei Städte aus dem Maghreb schaffen es in die Top 5, doch den ersten Platz belegt eine eher unbekannte Stadt in Tansania.
Innerhalb weniger Tage haben zwei makabre Fälle Westafrika erschüttert. In Nigeria entdeckte die Polizei ein geheimes Leichenschauhaus, in dem Hunderte verstümmelte Körper lagerten. In Sierra Leone deckte eine BBC-Recherche ein Netzwerk des Organhandels zu rituellen Zwecken auf. Diese Enthüllungen werfen entscheidende Fragen über das Ausmaß dieses Phänomens in der Region auf.
Berlin/Ortona, 10.12.2025. Gestern wurde zum ersten Mal ein Rettungsschiff der neu gegründeten Allianz „Justice Fleet“ festgesetzt, weil es die Einsatzkommunikation mit der libyschen Rettungsleitstelle verweigert hat. Die Justice Fleet erkennt libysche Akteure auf dem Mittelmeer aufgrund ihrer dokumentierten Menschenrechtsverletzungen nicht als legitim an. Italien hat die Festsetzung der Humanity 1 angeordnet, obwohl die erfahrene Besatzung ihre Rettungseinsätze in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht durchgeführt hat, während von der EU unterstützte libysche Akteure weiterhin ungestraft gegen internationales Recht verstoßen.
Die diplomatischen Spannungen zwischen Ghana und Israel nehmen zu: Accra hat offiziell Protest eingelegt, nachdem mehrere ghanaische Staatsangehörige am Ben-Gurion-Flughafen festgehalten und abgeschoben wurden. Der Vorfall belastet die bilateralen Beziehungen.
Seit 2020 erlebt der afrikanische Kontinent eine regelrechte Welle von Staatsstreichen, bei denen Militärs die Macht übernehmen, indem sie zivile Regierungen stürzen. Warum kommt es seit 2020 zu so vielen Staatsstreichen in Afrika? Mehrere Gründe greifen ineinander und schaffen ein Umfeld, das Putsche begünstigt:
Ein Transportflugzeug vom Typ C-130, das 11 nigerianische Soldaten an Bord hatte, soll Berichten zufolge in Burkina Faso festgesetzt worden sein, nachdem ihm eine Verletzung des burkinischen Luftraums vorgeworfen wurde. Diese Informationen wurden von der staatlichen Nachrichtenagentur Agence d’Information du Burkina in einer gemeinsamen Erklärung des Staatenbundes Allianz der Sahelstaaten (AES) veröffentlicht.
Benins Hauptstadt Cotonou wirkte gestern wieder geschäftig wie immer. Doch die vom Regierungslager ausgerufene Rückkehr zur Normalität erweist sich eher als improvisierter Deckel auf einem brodelnden Konflikt, denn als echte Entspannung.
Von *Volker Seitz • Die Neuausrichtung ihrer Entwicklungspolitik haben die USA offenbar abgeschlossen. Die neue „America First Global Health Strategy“ sieht vor, dass ärmere Länder langfristig von Hilfe zur Eigenständigkeit übergehen. Außenminister Marco Rubio und der kenianische Präsident William Ruto haben am 4. Dezember 2025 ein bilaterales Abkommen unterzeichnet.
Tansania galt einst als „Insel der Stabilität“. Nach Wahlbetrug und blutiger Gewalt zerbricht das positive Bild des ostafrikanischen Staates. Wie jedes Jahr hätten die Tansanier am 9. Dezember voller Stolz den Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von 1961 begangen. Wie immer hätten die Bürger ihr ostafrikanisches Land dankbar als „Insel der Stabilität“ gefeiert. Doch seit der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten im Umfeld der Präsidentschaftswahl vom 29. Oktober – mit Hunderten, wenn nicht gar mehr als tausend Toten – ist dieses Selbstbild tief erschüttert.
Beninische Militärs haben am frühen Sonntagmorgen im staatlichen Fernsehen erklärt, sie hätten Präsident Patrice Talon seines Amtes enthoben. Talon hätte im kommenden April nach zehn Jahren an der Macht sein Amt abgeben sollen. Nach Angaben aus dem Umfeld des Präsidenten sei die Lage jedoch unter Kontrolle und Patrice Talon befinde sich in Sicherheit, berichtet RFI.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und es zeichnet sich bereits klar ab, welche afrikanischen Länder bei Reisenden am beliebtesten waren. Jay Nevy Tours hat eine Übersicht der Länder erstellt, die die höchsten Besucherzahlen verzeichneten. In den meisten dieser Staaten ist der Tourismus im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen.
Die Auslosung der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 fand am Freitag, dem 5. Dezember 2025, in Washington statt. Und der Zufall zeigte sich gegenüber den neun – und möglicherweise zehn – afrikanischen Teams etwas verspielt. Vierundzwanzig Jahre nach ihrer herausragenden Leistung in Asien treffen die senegalesischen „Lions“ erneut auf die französische Nationalmannschaft. Algerien wiederum bekommt es mit den argentinischen Weltmeistern um Lionel Messi zu tun, während Marokko sich abermals mit dem prestigeträchtigen Brasilien messen muss.
Diese Woche im DAS-Pressespiegel: Das Militär in Guinea-Bissau ernennt eine einjährige Übergangsregierung; Nigers Regierung plant Uran auf internationalen Märkten zu verkaufen und in Marokko läuft das 22. Internationale Filmfestival von Marrakesch.