„Es scheint sich um einen koordinierten Versuch Israels zu handeln, einen Prozess ethnischer Säuberung durchzuführen“, sagt der Gründer der NGO Gift of Givers.
Auf Gavdos wehren sich Strandbesucher gegen die Ankunft von Migranten. Das türkisblaue Wasser glitzert in der spätsommerlichen Mittagssonne, Familien entspannen unter Sonnenschirmen – doch plötzlich platzt ein kleines Holzboot in die Idylle am Sarakiniko-Strand. Was folgt, ist eine kontroverse Aktion von Strandgästen.
Mit dem GEAS-Anpassungsgesetz, das heute im Kabinett beschlossen werden soll, möchte die Bundesregierung eine neue Form von zum Teil geschlossenen Zentren einführen: Sogenannte Dublin-Fälle und in anderen Mitgliedstaaten Anerkannte sollen dort untergebracht werden und in vielen Fällen die Einrichtungen nicht verlassen dürfen. Auch Familien mit Kindern sollen in diesen Zentren leben. PRO ASYL warnt davor, dass so reihenweise Geflüchtete in Deutschland de facto inhaftiert werden würden.
In der Nacht von Freitag auf Samstag hat das Segelschiff NADIR der Organisation RESQSHIP 65 Menschen aus einem überfüllten und bereits vollgelaufenen Schlauchboot im zentralen Mittelmeer gerettet. Während der Evakuierung entdeckten die Überlebenden die Körper von drei Schwestern im Alter von 9, 11 und 17 Jahren, die im Wasser im Inneren des Bootes ertrunken waren. Eine weitere Person gilt als vermisst.
PRO ASYL lehnt die Vorschläge, Sozialleistungen für Flüchtlinge künftig als Darlehen zu gewähren, ab. “Sozialleistungen für Geflüchtete als Darlehen wären unsozial und absurd und zudem aller Voraussicht nach verfassungswidrig. Dieser Vorschlag verkennt die Realität und missachtet grundlegende Rechte”, sagt Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher von PRO ASYL.
Eswatini hat den Behauptungen der Vereinigten Staaten widersprochen, wonach eine Gruppe abgeschobener Ex-Sträflinge nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden könne, da sich diese angeblich weigerten, sie aufzunehmen. Laut dem US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) stammen die betroffenen Personen, die wegen schwerer Straftaten verurteilt worden waren, aus Vietnam, Jamaika, Laos, dem Jemen und Kuba.
In einem gemeinsamen Statement fordern 32 Organisationen die sofortige Beendigung der systematischen Behinderung ziviler Seenotrettung durch die italienische Regierung. Allein im letzten Monat wurden nichtstaatliche Schiffe auf Basis des „Piantedosi-Dekrets“ dreimal festgesetzt – das von RESQSHIP betriebene Segelschiff Nadir zweimal hintereinander. Seit 2023 wurden 29 NGO-Schiffe festgesetzt, obwohl viele italienische Gerichte ihre Festsetzung als rechtswidrig eingestuft haben.
Immer mehr Menschen versuchen, von Libyen aus die griechischen Inseln Kreta und Gavdos zu erreichen. Die Regierung reagiert mit Härte – und hat Kriegsschiffe ins Seegebiet geschickt.
Angeblich flohen sie vor Gewalt und Terror, in Deutschland angekommen versuchen sie nun Gelder und Kämpfer für Milizen in Somalia zu rekrutieren. Seit geraumer Zeit leben zwei Somalier unbehelligt in Deutschland, die im Netz zur Unterstützung des bewaffneten Kampfes in ihrer Heimat aufrufen. Nach Kontraste-Recherchen ist einer der Influencer ein berüchtigter Pirat: Er soll Anführer einer Geiselnahme vor der Küste Somalias gewesen sein, bei dem Menschen über Jahre gefoltert wurden.
Christenfeindliche Angriffe fordern 218 Opfer, darunter zahlreiche Flüchtlinge: Im Vorfeld des heutigen Weltflüchtlingstages wurden bei einer Reihe gewaltsamer Übergriffe auf mehrheitlich christliche Dörfer im Bundestaat Benue mindestens 218 Menschen getötet. Ein großer Teil der Opfer sind Binnenvertriebene, darunter auch Frauen und Kinder. Bei den Angreifern handelt es sich mutmaßlich um militante Islamisten aus dem Fulani-Volk. In ganz Subsahara-Afrika sind 16,2 Millionen Christen auf der Flucht vor Gewalt.
Vor zehn Jahren begann, was oft als „Flüchtlingskrise“ bezeichnet wird. Hunderttausende Menschen kamen 2015 und 2016 nach Europa und suchten Zuflucht vor Gewalt, Krieg, Verfolgung. In den Nachrichten waren Bilder von der Balkanroute und von Booten, die in Lampedusa oder Lesbos ankommen. Unzählige Menschen sind auf diesen Fluchtrouten ums Leben gekommen, im Mittelmeer ertrunken oder in den Wüsten verschollen.
Fluchtkrisen in Afrika schneiden bei medialer Aufmerksamkeit, Hilfsgeldern und politischem Engagement besonders schlecht ab. Kamerun ist der traurige Spitzenreiter im Bericht der Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC), die unter 34 Krisen weltweit mit Millionen Vertriebenen jährlich die am stärksten vernachlässigten Länder ermittelte.
Wie kann man traumatisierten Flüchtlingen besser helfen? Recherchen zeigen: Häufig kommt die Hilfe spät. Für eine gute Integration ist sie aber bedeutend. Ein Beispiel.
UNHCR warnt vor drastischen Budgetkürzungen, die Millionen besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge treffen. Sie verlieren lebenswichtige Unterstützung und sind dadurch noch stärker gefährdet – etwa durch Missbrauch, Armut oder Zwangsrückführungen in unsichere Herkunftsländer. Manche sehen keinen anderen Ausweg, als erneut riskante Fluchtwege auf sich zu nehmen.
Musiker und Pilot Smudo hat feierlich das neue Aufklärungsflugzeug getauft – Foto: Vic Harster/United4Rescue
Wir stellen vor: die Seabird 3 – unsere Antwort auf das Flussi-Dekret. Was tut eine ultrarechte Regierung, die ihre Komplizenschaft mit kriminellen Akteur:innen auf dem Mittelmeer vertuschen möchte? Ganz einfach: Sie erlässt Gesetze, die verhindern sollen, dass jemand dokumentiert, wie sie Menschen ertrinken lässt oder in Folterlager zwingt.