Schlagwort-Archiv: Libyen

Den Haag: libyscher Verantwortlicher für Foltergefängnis vor Gericht – SOS Humanity kritisiert widersprüchliche Bundespolitik

Den Haag/Berlin, 19.05.2026. Dem ranghohen libyschen Beamten Khaled Mohamed Ali El-Hishri werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vorgeworfen: Die heutige Anhörung vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gegen den führenden Beamten des berüchtigten libyschen Gefängnisses Mitiga in Tripolis ist die erste nach 15 Jahren Ermittlungen des IStGH zu Libyen. In dem Lager werden von der sogenannten libyschen Küstenwache auf See abgefangene Flüchtlinge und Migranten willkürlich inhaftiert, gefoltert und ausgebeutet.

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Prozess gegen mutmaßlichen libyschen Folterchef in Den Haag: PRO ASYL fordert Ende des blutigen Deals mit Libyens sogenannter Küstenwache

Anlässlich der bevorstehenden Anhörung zur Anklagebestätigung gegen den Libyer Khaled Mohamed Ali El Hishri vor dem Internationalen Strafgerichtshof fordert PRO ASYL: Deutschland und Europa müssen angesichts ihrer Mitverantwortung für systematische Verbrechen gegen Geflüchtete in Libyen jede Unterstützung der sogenannten libyschen Küstenwache stoppen!

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Libysche Milizen beschießen Rettungsschiff der Justice Fleet, drohen Besatzung und Überlebende nach Libyen zu entführen

Gerettete Personen werden an Bord gebracht. ©Leo Spartacus / Sea-Watch

Am Montag feuerte ein Patrouillenboot der sogenannten libyschen Küstenwache mit scharfer Munition auf das Rettungsschiff Sea-Watch 5 und drohte, das Schiff zu beschlagnahmen und die 30 Besatzungsmitglieder sowie die 90 geretteten Menschen an Bord zu entführen und nach Libyen zu bringen. Dieser Angriff folgt laut der Allianz „Justice Fleet“ einem bedrohlichen Muster eskalierender Gewalt gegen humanitäre Helfer und Schutzsuchende auf See durch die von der EU unterstützten libyschen Akteure.

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BMI erhöht erstmals Sicherheitsstufe in libyscher Such- und Rettungszone wegen gewalttätiger Angriffe der libyschen Küstenwache

Foto: Lukas Kaldenhoff / SOS Humanity

Berlin, 06.05.2026. Zum ersten Mal seit Beginn der zivilen Seenotrettung im zentralen Mittelmeer 2015 hat die deutsche Bundesregierung die erhöhte Sicherheitsstufe 2 für unter deutscher Flagge fahrende Schiffe von libyschen Nationalgewässern auch auf die libysche Such- und Rettungszone vor der Küste Libyens ausgeweitet – dem Einsatzgebiet von Seenotrettungsorganisationen wie SOS Humanity und Sea-Watch.

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RFI-Recherche deckt geheimen Krieg in Libyen zwischen der Ukraine und Russland auf

Libyen entwickelt sich laut einer exklusiven Recherche von Radio France Internationale (RFI) zu einem neuen, diskreten Schauplatz der Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland. Fernab der europäischen Schlachtfelder spielt sich diese strategische Rivalität nun in Nordafrika ab – rund um bedeutende militärische, energiepolitische und geopolitische Interessen. Seit mehreren Monaten zielen verdeckte Operationen, insbesondere unter Einsatz von Drohnen, auf russische Interessen im Mittelmeerraum. Diese lange Zeit verschwiegene ukrainische Präsenz auf libyschem Boden belegt eine Ausweitung des Konflikts weit über seine ursprünglichen Grenzen hinaus.

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Höchste Todeszahl auf Mittelmeer seit 10 Jahren – 128 Abgeordnete fordern Stopp der Unterstützung libyscher Behörden

Foto: Lukas Kaldenhoff/ SOS Humanity

Berlin, 08.04.2026. Innerhalb von vier Monaten sind fünf zivile Rettungsschiffe als Teil der Seenotrettungsallianz Justice Fleet in Italien für insgesamt mehr als 105 Tage festgesetzt worden. Aus den Festsetzungsanordnungen der italienischen Behörden geht hervor, dass die Maßnahmen unter anderem damit begründet wurden, dass die Crews während ihrer Einsätze nicht mit libyschen Behörden kommuniziert haben, obwohl ein aktueller UN-Bericht erneut bestätigt, dass diese Teil eines Systems aus Verschleppungen, sexualisierter Gewalt und Folter gegen Schutzsuchende, darunter auch Kinder, sind.

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Lesetipp/taz: Libysche Milizen und Geflüchtete – Kaum Konsequenzen nach Schüssen auf Seenotretter*innen

Die Bundesregierung misst Angriffen der sogenannten libyschen Küstenwache auf Rettungsschiffe kaum Bedeutung bei. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des innenpolitischen Sprechers der Grünen-Fraktion Marcel Emmerich hervor.

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Lesetipp/Agenzia Nova: Migranten: Ein Netzwerk von „falschen Seeleuten“ zwischen Libyen, Syrien und Europa zerschlagen

Französische Behörden haben ein Schleusernetzwerk, das unter dem Namen „Die falschen Matrosen“ bekannt war, zerschlagen, das zwischen Libyen, Syrien und Frankreich operierte. Das Netzwerk nutzte ein System falscher Identitäten, um irreguläre Migranten an Bord von Handelsschiffen nach Europa zu schmuggeln. Dies berichtet die französische Zeitung „Midi Libre“.

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Libyen meldet Identifizierung von drei Verdächtigen im Mord an Saif al-Islam Gaddafi

Symbolbild

Die libysche Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag, dem 5. März, bekannt gegeben, drei Verdächtige im Zusammenhang mit der Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi am 3. Februar identifiziert zu haben. Details zu ihrer Identität oder Nationalität wurden jedoch nicht genannt, berichtet RFI.

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Libyen: Völlige Unklarheit um den Tod von Saif al-Islam al-Gaddafi

Quelle: facebook

Eine umstrittene und lange Zeit unauffindbare Figur taucht heute durch eine ebenso brutale wie rätselhafte Meldung wieder auf: der mutmaßliche Tod von Saif al-Islam al-Gaddafi. Die Information, die aus inoffiziellen Quellen stammt, fällt in eine Phase anhaltender Fragmentierung Libyens, in der Nachrichten nur spärlich zirkulieren und zahlreiche Spekulationen nähren. Zwischen möglichen Abrechnungen, dem Schweigen der Behörden und sensiblen internationalen Dossiers wirft dieses Verschwinden erneut Fragen über Vergangenheit, Gegenwart und die politische Zukunft eines Landes auf, das noch immer nach Stabilität sucht.

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Sea-Watch 5 festgesetzt: Das zweite Schiff der Justice Fleet wird für Nicht-Kommunikation mit Libyen bestraft

Die Sea-Watch 5 wurde im Hafen von Catania festgesetzt. Foto: Maria Giorgi/ Sea-Watch

Das deutsche Rettungsschiff Sea-Watch 5 wurde nach einer Rettung für 15 Tage von den italienischen Behörden festgesetzt und mit einer Strafe von 7500 Euro belegt. Damit ist die Sea-Watch 5 nach der Humanity 1 schon das zweite zivile Rettungsschiff der Justice Fleet, das von den Behörden im Hafen festgehalten wird – während im Mittelmeer weiter Menschen auf der Flucht ertrinken. Gemeinsam mit Sea-Watch haben ein Dutzend weitere Seenotrettungsorganisationen als Teil der Justice Fleet ihre operative Kommunikation mit Libyen eingestellt.

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Libyen verschärft Vorgehen gegen irreguläre Migration – bis zu 60.000 Abschiebungen pro Monat geplant

Libyen baut seine Abschiebepolitik massiv aus und plant, monatlich bis zu 60.000 Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus in ihre Herkunftsländer zurückzuführen. Damit reagiert das Land auf die wachsende Migrationskrise, die viele afrikanische Staaten betrifft.

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Libyen weist 80 Nigerianerinnen aus, während die Zahl der Migrantenfestnahmen steigt

In einem neuen Versuch, die irreguläre Migration durch Nordafrika zu kontrollieren, haben die Behörden 80 nigerianische Staatsangehörige, die in verschiedenen Haftzentren in Libyen festgehalten worden waren, in ihre Heimat zurückgeschickt. Damit soll die irreguläre Migration verringert und die Überfüllung der Haftzentren im ganzen Land entschärft werden.

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Seenotrettungsorganisationen stellen Kommunikation mit libyscher Seenotrettungsleitstelle ein

Nach Jahren zunehmender Menschenrechtsverletzungen durch die sogenannte libysche Küstenwache im Mittelmeer ziehen 13 Seenotrettungsorganisationen eine klare Konsequenz: Sie gründen ein neues Bündnis und stellen ihre operative Kommunikation mit der sogenannten Seenotrettungsleitstelle in Tripolis, Libyen, ein. Mit diesem Schritt weisen die Organisationen den wachsenden Druck der EU und des Mitgliedstaats Italien zurück, mit der sogenannten libyschen Küstenwache zu kommunizieren – einer Akteurin, die laut einem neuen Bericht in den vergangenen zehn Jahren über 60 brutale Gewalttaten verübt hat.

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