Kategoriearchiv: Kultur

WELT-SICHTEN: Buchrezension Nincemon Fallé (Côte d’Ivoire): Diese glühenden Sonnen

Erwartungen und verkorkste Beziehungen: Der junge Autor Nincemon Fallé aus Côte d‘Ivoire widmet sein lesenswertes Erstlingswerk „Diese glühenden Sonnen“ Studierenden beim alltäglichen Überlebenskampf in der ivorischen Metropole Abidjan.

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Caspar Nii Armah (D/Ghana): „THE JOURNEY“ – Eine Reise der Materie und des Geistes

Fotograf: Janto Koité, Rechte: Caspar Nii Armah

Ausstellung im ARTLOFT.Hamburg: Mit der Ausstellung „The Journey“ im ARTLOFT.Hamburg präsentiert der in Berlin geborene Künstler mit ghanaischen Wurzeln Caspar Nii Armah einen ebenso radikalen wie poetischen künstlerischen Prozess, in dem Zerstörung und Neuschöpfung untrennbar miteinander verbunden sind. Im Zentrum der Ausstellung steht die Idee von Transformation: Ein Werk entsteht, wird aufgelöst und in neuer Form wiedergeboren.

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Streiflichter der Leipziger Buchmesse 2026

Bild: Theresa Endres

„Geschichten verbinden,“ so das Motto der diesjährigen Buchmesse. Die Leipziger Messe gilt als einer der wichtigsten Treffpunkte der Buch- und Medienbranche, bringt Leser, Autoren, Verlage und Medien aus der ganzen Welt zusammen. Eingeladen wird zum größten europäischen Lesefestival. Eine Vielfalt der Literatur, Neuentdeckungen mit über 2000 Ausstellern aus 54 Ländern. Ca. 3000 Veranstaltungen, die Foren zu aktuellen Themen und die unabhängigen Autoren fanden mit den thematischen Schwerpunkten, und den Fernseh- und Radiosendern ein großes Publikumsinteresse.

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„Neue Perspektiven, neue Literaturen, die mich, uns und hoffentlich viele andere begeistern und überraschen“

Organisiert vom Interkontinental-Verlag: das African Book Festival in Berlin

Frau Karla Kuntzner, eine der drei Verlegerinnen, die den InterKontinental-Verlag gegründet haben, beantwortete unsere Fragen zu afrikanischer Literatur anlässlich der Leipziger Buchmesse.

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Neu im Kino: Zwischen uns das Meer (Marokko) und Cotton Queen (Sudan)

Zwischen uns das Meer: Anfang der 1990er Jahre kommt der 27-jährige Nour als illegaler Flüchtling von Marokko nach Marseille. Mit Gelegenheitsjobs und der Hilfe seiner Freunde gelingt es ihm, sich hier ein neues Leben aufzubauen. Dennoch bleibt das permanente Gefühl der Unsicherheit.

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Kinotipp: Wohin der Wind uns trägt (Tunesien, OmU)

Die quirlige Alyssa und der zurückhaltende Mehdi, beide um die zwanzig, sind beste Freunde mit grossen Träumen: Sie will im Ausland durchstarten, er als Zeichner in Tunesien Fuss fassen. Als sie von einem Kunstwettbewerb auf Djerba erfahren, beginnt ein Roadtrip, der ihr Leben verändern könnte.

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Buchtipp: Andrea Böhm “ Fighting like a woman: die Geschichte der Frauen, die zurückschlagen“

Andrea Böhm formuliert im Eingangsartikel ihre Motivation, ihren Anspruch, sich der Thematik Frauen und Gewalt anzunähern. Frauen haben schon immer gekämpft. Die Autorin will diese vergangenen und gegenwärtigen Spuren aufdecken.

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 Filmrezension / Neu im Kino: „On the border – Europas Grenzen in der Sahara“

Agadez im Norden von Niger ist der Mittelpunkt dieser Dokumentation. Die traditionsreiche Handelsstadt hat sich in der Vergangenheit durch den Karawanenhandel als wichtiger Knotenpunkt und als historisches islamisches Zentrum herausgebildet.

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Kinotipp: Maysoon – das Schicksal einer Ägypterin in Berlin

Eine Beziehung zerbricht, ein Reisepass läuft ab – und plötzlich steht alles auf dem Spiel. Maysoon, eine ägyptische Archäologin, die als Museumsführerin in Berlin arbeitet, lebt mit ihrem Partner Tobi und ihren beiden kleinen Kindern zusammen. Alles ist gut, sie sind eine glückliche Familie, bis Tobi nach einem Strandausflug offenbart, dass er eine Affäre hat.

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Kinotipp: NAWI – DEAR FUTURE ME (Deutschland / Kenia)

Ab 5. März im Kino. Nawis (Michelle Lemuya Ikeny) Traum, die High School zu besuchen, wird zerstört, als sie erfährt, dass ihr Vater Eree (Ochungo Benson) plant, sie an einen Fremden, Shadrack (Ben Tekee), zu verheiraten. Trotz der Notwendigkeit ihrer Familie, das Brautgeld zu erhalten – eine beträchtliche Menge an Vieh – weigert sich Nawi, ihr Schicksal zu akzeptieren, und wehrt sich gegen diese arrangierte Kinderehe. Ihr unerschütterlicher Verbündeter in diesem Kampf ist ihr Bruder und engster Freund, Joel (Joel Liwan).

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Filmemacher Appolain Siewe im Interview zu „Code der Angst“ – ein Dokumentarfilm über die Verfolgung von Homosexuellen in Kamerun

Lambert Marc Lamba. © Appolain Siewe

In Kamerun, das teilweise eine deutsche Kolonie war und 1960/61 politisch unabhängig wurde, wird Homosexualität seit der Kolonialzeit kriminalisiert und Homophobie machttaktisch verstärkt. Dieses Interview mit dem kamerunischen Filmemacher Appolain Siewe, der inzwischen in Berlin lebt, führte Rita Schäfer.

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Friedensfilmpreis 2026 für „TUTU“ – Doku über den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger

Sam Pollard bei der Vortellung seines Film. foto: Berlinale

Der Dokumentarfilm „TUTU“ von Sam Pollard wird mit dem diesjährigen Friedensfilmpreis ausgezeichnet. „Sam Pollard gelingt mit seinem eindrucksvollen Dokumentarfilm ein feinfühliges, zugleich politisch kraftvolles Porträt des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu. Mit bislang unveröffentlichtem Filmmaterial von Roger Friedman und Benny Gool entfaltet der Film ein packendes Zeugnis menschlicher Größe: Er zeigt Tutu als zentrale Figur im Kampf gegen Apartheid und Rassismus ebenso wie als privaten Menschen voller Humor, Glauben und Mitgefühl. In der Verbindung von intimer Nähe und historischer Dimension entsteht ein universelles Plädoyer für den Mut, sich unerschütterlich für Menschlichkeit und Freiheit einzusetzen – über die Grenzen Südafrikas hinaus“, so die Begründung der Jury.

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