Archiv der Kategorie: Kultur

Friedensfilmpreis 2026 für „TUTU“ – Doku über den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger

Sam Pollard bei der Vortellung seines Film. foto: Berlinale

Der Dokumentarfilm „TUTU“ von Sam Pollard wird mit dem diesjährigen Friedensfilmpreis ausgezeichnet. „Sam Pollard gelingt mit seinem eindrucksvollen Dokumentarfilm ein feinfühliges, zugleich politisch kraftvolles Porträt des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu. Mit bislang unveröffentlichtem Filmmaterial von Roger Friedman und Benny Gool entfaltet der Film ein packendes Zeugnis menschlicher Größe: Er zeigt Tutu als zentrale Figur im Kampf gegen Apartheid und Rassismus ebenso wie als privaten Menschen voller Humor, Glauben und Mitgefühl. In der Verbindung von intimer Nähe und historischer Dimension entsteht ein universelles Plädoyer für den Mut, sich unerschütterlich für Menschlichkeit und Freiheit einzusetzen – über die Grenzen Südafrikas hinaus“, so die Begründung der Jury.

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CD-Tipp: Dominique Fils-Aimé – “My World Is The Sun”

Ach, die Wege, die wir einschlagen. Die Impulse, die uns bewegen, ob Ehrgeiz oder Langeweile. Wohin geht es? Was kommt als Nächstes? Dominique fängt dieses suchende, wandernde Gefühl in ihrer neuen Single „Going Home“ ein. Eine freie, assoziative Art zu schreiben prägt Dominiques Texte. Ganz gleich, wo sie landet, selbst wenn sie „going nowhere, going broke, going rogue“ ist, bleibt ein grundlegender Optimismus. Am Ende ist sie „still going strong“. Diese Haltung zieht sich durch einen großen Teil ihres Schaffens. Als Sängerin hat Dominique ein feines Gespür dafür, ihre Botschaften subtil zu vermitteln. Mit Stil und Leichtigkeit haucht sie jeder Musik neue Energie ein und führt einen Song an einen neuen, unerwarteten Ort.

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Filmtipp/Kenia: NAWI – DEAR FUTURE ME

Ab 5. März im Kino: Nawis (Michelle Lemuya Ikeny) Traum, die High School zu besuchen, wird zerstört, als sie erfährt, dass ihr Vater Eree (Ochungo Benson) plant, sie an einen Fremden, Shadrack (Ben Tekee), zu verheiraten. Trotz der Notwendigkeit ihrer Familie, das Brautgeld zu erhalten – eine beträchtliche Menge an Vieh – weigert sich Nawi, ihr Schicksal zu akzeptieren, und wehrt sich gegen diese arrangierte Kinderehe. Ihr unerschütterlicher Verbündeter in diesem Kampf ist ihr Bruder und engster Freund, Joel (Joel Liwan).

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HKW Berlin: Tirailleurs: Von Kanonenfutter zu Avantgarde – die vergessenen Soldat*innen, die Europa befreit haben

Foto: Halida Boughriet, Les absents du décor ‚La femme au paon bleu‘ (2018). Courtesy of the artist and adagp

Save the date!  Ausstellungs- und Forschungsprojekt, 21. März–14. Juni, Eröffnung: Fr., 20. März 2026.

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Audiotipp WDR: Marokko auf der Berlinale

© Lia Darjes/EFM

Als erstes afrikanisches Land steht Marokko dieses Jahr im Fokus des European Film Market, der vom 12. bis 18. Februar 2026 als zentraler Bestandteil der 76. Berlinale stattfindet und kann so in diesem Kontext die heimische Filmindustrie pushen. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts in Rabat kommt eine rund 50-köpfige Delegation von Filmschaffenden aus dem Königreich nach Berlin.

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CD-Tipp: Jowee Omicil „sMiLes“

Man könnte fast sagen, Jowee Omicil kommt von einem anderen Planeten – oder zumindest aus einer Welt, in der Genres keine Grenzen sind, sondern Sprungbretter in die Freiheit. Der kanadisch-haitianische Musiker, Komponist und Lebensphilosoph ist ein musikalischer Tausendsassa, dessen Virtuosität sich über Saxophone, Klarinetten, Flöten, Taschentrompete, Rhodes, Piano, Stimme und vielen anderen Klangerzeugern erstreckt.

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Save the date: Performance Hewa Rwanda mit Dorcy Rugamba und Majnun im Humboldt Forum Berlin 24./25.01.2026

Dorcy Rugamba, „Hewa Rwanda“ 2021, © Christophe Péan

„Wie kann man die ganze Dimension eines Ereignisses erfassen, das mehr als eine Million Menschen ausgelöscht hat, bei dem der Tod meines Bruders […] fast eine Anekdote ist, ein Fall von einer Million anderer – ein Bruchteil, dessen mathematischer Wert nahe Null liegt?“

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CD-Tipp: Tutu Puoane (Südafrika) – Wrapped In Rhythm Vol. II

Mit „Wrapped In Rhythm“ präsentiert die preisgekrönte Sängerin Tutu Puoane ein außergewöhnliches Projekt, das Poesie und Musik auf verbindet. Inspiriert von den Gedichten Lebo Mashile verwandelt Tutu Puoane Worte in Klang, zwischen Jazz, Soul und Singer-Songwriter. Produziert von Larry Klein und ausgezeichnet mit drei South African Jazz Awards, ist der zweite Teil in Zusammenarbeit mit dem Grammy-prämierten Metropole Orkest erschienen.

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Nordafrika: Massenverhaftungen in der Rapszene – Meinungsfreiheit, juristische Konflikte und Kontroversen

Symbolbild

Zwischen Gerichtsverfahren, Online-Debatten und Fragen nach der Rolle von Kunst im öffentlichen Raum geraten mehrere Größen des frankophonen und maghrebinischen Rap derzeit in Turbulenzen. Die aufeinanderfolgenden Festnahmen von Pause Flow in Marokko, von Maes zwischen Frankreich, Dubai und Rabat sowie die Inhaftierung von Morad in Spanien bringen erneut die Diskussion über die Grenzen der Meinungsfreiheit und die Verantwortung von Künstlern auf den Tisch. Diese Fälle, die in verschiedenen Zusammenhängen stehen, zeigen, wie sehr die Karriere eines Rappers im Rhythmus gerichtlicher Entscheidungen kippen kann.

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Buchtipp von *Volker Seitz: Henley Boum: Wind, der uns heimträgt: „Wahrheit ist ansteckend“

Hemley Boum schreibt nachdenklich von gescheiterten Träumen. Der Leser lernt viel über die Schattierungen des Lebens in Kamerun und Frankreich. Trotzdem sind die Geschichten auf angenehm lesbare Art geschrieben.

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Buch-Tipp: Ein AfDler in Ghana – Rainer Hackels Erzählung „Die Hose oder Ein Offenbacher in Ghana“

In seiner kurzweiligen Erzählung „Die Hose oder Ein Offenbacher in Ghana“ erzählt Rainer Hackel von einer Reise nach Ghana, die er mit Hans unternimmt, einem Offenbacher Journalisten, der für die AfD arbeitet. Der Autor hatte den Mittfünfziger in Frankfurt kennengelernt und zunächst einen guten Eindruck von ihm gewonnen, so dass er das Wagnis eingehen konnte, ihn nach Ghana einzuladen – in ein Land, in das Hackel schon seit 30 Jahren reist und wo die Familie seiner Frau lebt.

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Berlin, 14./15.102025: Khartoum Calling – Voices for Sudan: Film, Musik und Kunst für Solidarität mit dem Sudan

Der Krieg im Sudan ist eine der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit – und doch erhält er kaum mediale und politische Aufmerksamkeit. Mit dem zweitägigen Event „Khartoum Calling – Voices for Sudan“ am 14. und 15. Oktober setzen das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) und Aktion gegen den Hunger gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen und Niddal Salah-Eldin ein Zeichen für Sichtbarkeit, Solidarität und politische Wirkung.

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CD-Tipp: TRIO IVOIRE – „Resurrection“ – 25 Jahre AfroEuroJazz 

Musik ohne Worte – eine einzigartige Geschichte und ein Neubeginn – Ein Ensemble ohne Vorbild: Seit seiner Gründung 1999 ist TRIO IVOIRE ein musikalisches Unikat in einzigartiger Besetzung. Die Verbindung aus europäischem Jazz, westafrikanischen Klangfarben und der Freiheit der Improvisation hat das Ensemble zu einer festen Größe auf internationalen Bühnen gemacht.  Pianist  Hans  Lüdemann,  Balafon-Meister  Aly  Keita  und Schlagzeuger Christian Thomé schaffen eine Klangsprache, die sich frei über Traditionen und Kontinente erstreckt und eine unmittelbare, grenzenlose Kommunikation ermöglicht.  

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