Archiv der Kategorie: Kultur

Sie floh vor den Nazis nach Südafrika: Journalistin Ruth Weiss verstorben

Ihr letztes Buch, erschienen in diesem Jahr

Im Alter von 101 Jahren ist am vergangenen Freitag die renommierte Journalistin und Autorin Ruth Weiss in Dänemark verstorben. Ruth Weiss wurde 1924 als Kind jüdischer Eltern in Fürth bei Nürnberg geboren. Der Vater, Richard Löwenthal, verliert bereits kurz nach dem Beginn der Naziherrschaft 1933 seine Arbeitsstelle und wandert mit Hilfe von Verwandten nach Südafrika aus. 1936, nach der Verkündigung der Nürnberger „Rassegesetze“, kann auch die restliche Familie, darunter die 11-jährige Ruth, nach Johannesburg nachkommen, auf dem letzten Schiff mit jüdischen Geflüchteten, das in Südafrika anlegen darf.

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Buchtipp: Black History – Die vergessene Geschichte Afrikas. Von den Schwarzen Pharaonen bis heute

Noch immer beginnt für viele die Geschichte des «dunklen Kontinents» mit dem Kolonialismus. Autor Amat Levin geht einen anderen Weg. Er folgt den Spuren untergegangener Kulturen und vergessener Ereignisse teils über Afrika hinaus zu Orten, in die unzählige Sklaven verschleppt wurden. Seine „Black History“ ist ein faszinierendes Mosaik aus Geschichten, die alle miteinander vernetzt sind, die staunen lassen und zum Weiterlesen animieren.

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Europäische Union stärkt ihre kulturelle Zusammenarbeit mit Westafrika

© DUE BURKINA

Die westafrikanische Komponente des Projekts „Africa-Europe Partnerships for Culture“ wurde am 24. Juli 2025 in Ouagadougou offiziell gestartet. Die Eröffnung fand unter dem Vorsitz des burkinischen Kulturministers Gilbert Ouédraogo und in Anwesenheit des amtierenden EU-Geschäftsträgers in Burkina Faso, Robert Adam, statt. Das von der Europäischen Union finanzierte und vom Goethe-Institut Burkina Faso umgesetzte Projekt soll die gemeinsame kulturelle Schaffung sowie die Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika, innerhalb Afrikas und über Ländergrenzen hinweg stärken.

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UNESCO Welterbestätten in Ägypten, Libyen und Madagaskar nicht länger bedroht

Ghadamès, © José Calvo-López, CC BY-NC-SA 2.0

UNESCO-Welterbekomitee würdigt erfolgreiche Schutzmaßnahmen: Das UNESCO-Welterbekomitee hat am Mittwoch in Paris drei afrikanische Welterbestätten als nicht länger bedroht eingestuft. Dank erfolgreicher Schutzmaßnahmen konnten die Ruinen des frühchristlichen Wallfahrtsortes Abu Mena in Ägypten, die Altstadt von Ghadamès in Libyen und die Regenwälder von Atsinanana auf Madagaskar aus der Liste gefährdeter Welterbestätten ausgetragen werden.

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Konzert in Berlin: Maemo / Malika Alaoui (Marokko/CH)

Screenshot youtube

Am 18.07.2025 um 20:00 Uhr im Prachtwerk: Maemo ist das Musikprojekt der schweizerisch-marokkanischen Sängerin Malika Alaoui, die heute in Berlin lebt. Malika tourte vier Jahre lang als Leadsängerin der Show Alegría des Cirque du Soleil um die Welt, bevor sie Maemo gründete – ein Projekt, das ihren unerschütterlichen Wunsch nach kreativer Entfaltung und künstlerischer Freiheit symbolisiert.

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Ein Blick in mögliche Welten – Das African Book Festival 2025 in Berlin

Das jährlich stattfindende African Book Festival steht dieses Mal vom 18.-20. Juli 2025 unter dem Motto „In Other Wor(l)ds“ – es geht um Science-Fiction, Horror- und Fantasyliteraturen vom afrikanischen Kontinent. Die ghanaische Kuratorin des Festivals, Ivana Akotowaa Ofori, sieht darin eine Rückkehr zu klassischen afrikanischen Erzähltraditionen. „In vielen traditionellen afrikanischen Vorstellungen von Realität brechen andere Welten in unsere ein. Das können die Welten unserer Vorfahren sein, die Welten unserer Geister oder auch, dass unsere derzeitige Realität komplett auf den Kopf gestellt wird.“

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Afrika-Kinotipp: Black Tea

Nachdem sie zum Erstaunen aller an ihrem Hochzeitstag Nein gesagt hat, verlässt Aya, eine Frau Anfang 30, Côte d’Ivoire und beginnt ein neues Leben in China. In einer Gegend, in der afrikanische Diaspora und einheimische Bevölkerung Tür an Tür leben, findet sie eine Anstellung in einem Teegeschäft, das dem 45-jährigen Cai, einem Chinesen, gehört.

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Buchtipp/Tunesien: Evelyne Kern – Sand in der Seele

In Sand in der Seele erzählt Evelyne Kern eindrucksvoll die Geschichte einer binationalen Liebe, die zwischen kulturellen Unterschieden, familiären Zwängen und persönlichen Hoffnungen hin- und hergerissen ist. Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten und gibt einen tiefen Einblick in die Herausforderungen interkultureller Beziehungen.

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Fenix-Museum Rotterdam: Ein neues Wahrzeichen der Migration

Foto: The Family of Migrants, Fenix Rotterdam

In Rotterdam hat ein einstiger Hafenriese eine spektakuläre Verwandlung erlebt. Das Lagerhaus Fenixloods I von 1923 öffnete nach fünfjährigem Umbau seine Tore als eines der ungewöhnlichsten Museen Europas: Fenix, ein Museum, das sich ganz der Geschichte und Gegenwart menschlicher Migration widmet.

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TV-/Videotipp/arte: 11.05.2025, 20h15: Das Blau des Kaftans (Marokko)

Halim und Mina führen eine traditionelle Schneiderei in der Medina von Salé, Marokko. Halim fertigt kunstvolle Kaftane in Handarbeit an, während Mina sich um die Kundschaft kümmert. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein Geheimnis: Halim ist homosexuell, ein Tabu in der konservativen Gesellschaft Marokkos. – Maryam Touzanis poetisches Drama wurde 2022 in Cannes prämiert.

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