Eine wachsende Zahl afrikanischer Länder hat begonnen, Personen aufzunehmen, die von den Vereinigten Staaten abgeschoben wurden – im Rahmen einer Politik, die als „Drittstaaten-Abschiebung“ bekannt ist. Dabei werden Abgeschobene in ein Land geschickt, das nicht ihr Heimatland ist.
Kupa Ilunga Medard Mutombo verstarb am 6. Oktober 2022 infolge eines Polizeieinsatzes in Berlin Spandau am 14. September 2022. Auf Beschwerde seines Bruders wurde ein Ombudsverfahren nach dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) eingeleitet.
Laut Klage wurden die nach Ghana abgeschobenen Personen gefesselt und lediglich mit Brot und Wasser versorgt: Eine am Freitag im Namen von Einwanderern eingereichte Klage, die von der Trump-Regierung nach Ghana abgeschoben wurden, behauptet, dass sie 16 Stunden lang in „Zwangsjacken“ festgehalten und gefesselt wurden. Die Klage, die beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia eingereicht wurde, behauptet, dass die Kläger tagelang unter „erbärmlichen Bedingungen“ in einem Freiluft-Detentionszentrum festgehalten wurden.
Immaculate Chienku unterstützt geflüchtete Menschen in Brandenburg mit Hilfe des Vereins Refugees Emancipation e.V. und wurde dafür soeben mit dem Verein mit dem Menschenrechtspreis 2025 der Stiftung PRO ASYL ausgezeichnet. Im Interview sprechen sie und Chu Eben, Gründer des Vereins, über Selbstverwaltung, Augenhöhe, Mutmachen und gute Nachbarschaft.
In einem ebenso zynischen wie unmenschlichen Manöver setzt der amerikanische Präsident Donald Trump Ende 2025 seine Zerstörung der grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts und der Menschenrechte fort, indem er Migranten in Länder abschiebt, zu denen sie oft keinerlei echte Verbindung haben. Noch bestürzender ist jedoch die Rolle einiger afrikanischer Staatschefs, allen voran der ghanaische Präsident John Dramani Mahama, die bereitwillig als Erfüllungsgehilfen einer rassistischen, brutalen und unhaltbaren Migrationspolitik auftreten.
Ghana ist das neueste afrikanische Land, das im Rahmen der Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump abgeschobene Migranten aufnimmt. 14 westafrikanische Migranten trafen nach ihrer Ausweisung aus den Vereinigten Staaten in Accra ein. Damit ist Ghana offiziell der Liste afrikanischer Staaten beigetreten, die mit dem umstrittenen Abschiebeprogramm der Trump-Regierung kooperieren und ihre Türen für Migranten öffnen, die aus den USA ausgewiesen wurden.
Mit dem GEAS-Anpassungsgesetz, das heute im Kabinett beschlossen werden soll, möchte die Bundesregierung eine neue Form von zum Teil geschlossenen Zentren einführen: Sogenannte Dublin-Fälle und in anderen Mitgliedstaaten Anerkannte sollen dort untergebracht werden und in vielen Fällen die Einrichtungen nicht verlassen dürfen. Auch Familien mit Kindern sollen in diesen Zentren leben. PRO ASYL warnt davor, dass so reihenweise Geflüchtete in Deutschland de facto inhaftiert werden würden.
Tokios Versprechen, seine Beziehungen zu Afrika im Rahmen der Ticad-Konferenz zu vertiefen, hat eine Welle rassistischer Äußerungen im Netz ausgelöst. Die japanische Regierung weist jedes Migrationsprojekt zurück.
Der für den MTV 1846 Gießen startende äthiopische Langstreckenläufer Mamiyo Hirsuato wird abgeschoben. Das hat die Vollstreckungsbehörde, das zuständige Regierungspräsidium (RP) Gießen, am Dienstag mitgeteilt. Die Rechtsmittel seien ausgeschöpft und Asylbewerber Hirsuato nun vollziehbar ausreisepflichtig.
Eine mutige neue Initiative, angeführt von der afrikanischen Diaspora in Deutschland, soll die Art und Weise verändern, wie die Fachkräfte-Migration zwischen Afrika und Europa gestaltet wird. Das 360° Labour Mobility-Programm, das kürzlich in Ghana und Nigeria gestartet wurde, schafft einen strukturierten Weg für afrikanische Fachkräfte, Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland zu erhalten, berichtet der African Courier.
Sicherheitskräfte im nordafrikanischen Mauretanien haben schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen gegen überwiegend west- und zentralafrikanische Migrant*innen und Asylsuchende begangen, wenn diese versuchten, das Land zu verlassen oder es zu durchqueren.
Auch die Inmarsat-Antenne, ein entscheidendes Kommunikationselement, wurde von Kugeln getroffen. Foto: SOS MEDITERRANNEE
Berlin, 28.08.2025 – Die Ocean Viking, das Seenotrettungsschiff von SOS MEDITERRANEE, das in Partnerschaft mit dem IFRC gechartert ist, hat am Montag, den 25. August, 87 Überlebende in Augusta, Sizilien, an Land gebracht. Seither liegt es auf Anweisung der Behörden vor dem Hafen vor Anker. 34 Personen, darunter 25 Mitarbeitende von SOS MEDITERRANEE und dem Roten Kreuz sowie 9 Personen der Schiffscrew, sitzen seither auf dem Schiff fest und dürfen weder an Land gehen noch erhalten sie die notwendige Unterstützung.
Die ugandische Regierung hat am 21. August bekannt gegeben, dass sie ein Abkommen mit Washington geschlossen habe, um Personen aufzunehmen, „die möglicherweise in den USA kein Asyl erhalten“. Dies ist ein weiteres Kapitel in einer großangelegten US-Kampagne, Migranten von ihrem Staatsgebiet in Drittländer zu transferieren. Doch laut dem Analysten Godber Tumushabe „weiß niemand wirklich, welche spezifischen Abmachungen zwischen den USA und dem ugandischen Präsidenten bestehen“, berichtet RFI.
In der Nacht von Freitag auf Samstag hat das Segelschiff NADIR der Organisation RESQSHIP 65 Menschen aus einem überfüllten und bereits vollgelaufenen Schlauchboot im zentralen Mittelmeer gerettet. Während der Evakuierung entdeckten die Überlebenden die Körper von drei Schwestern im Alter von 9, 11 und 17 Jahren, die im Wasser im Inneren des Bootes ertrunken waren. Eine weitere Person gilt als vermisst.