Zehn Jahre nach der europäischen „Willkommenskultur“ hat die EU ihre Asylverantwortung zunehmend nach Nordafrika ausgelagert – und ignoriert dabei Rassismus, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen zugunsten kurzfristiger Grenzkontrolle.
Die somalische Regierung hat energisch Behauptungen zurückgewiesen, sie habe ein „geheimes Abkommen“ mit Schweden geschlossen, das Entwicklungshilfe an Abschiebungen knüpfe. In einer offiziellen Erklärung bezeichnete Mogadischu die Berichte als „falsch, irreführend und unbegründet“.
Geplantes Thema u.a.: Griechenland: Asyl-Hotspot Kreta. Auf der Urlaubsinsel Kreta spitzt sich die Situation der Geflüchteten zu. Auch auf der kleinen, südlich vorgelagerten Insel Gavdos kommen immer mehr Boote mit Asylsuchenden an.
Hannibal Gaddafi, Sohn des libyschen Ex-Diktators Muammar Gaddafi, soll in Genf Asyl beantragt haben. Dieser nicht alltägliche Vorgang sorgt selbst bei alteingesessenen Parlamentariern für Verwunderung. Denn: Hannibal Gaddafi und die Schweiz, insbesondere Genf, haben miteinander eine Vorgeschichte.
Tunesiens Präsident Kaïs Saïed lässt in einem Schauprozess Dutzende Oppositionelle aburteilen. Und die EU-Kommission schlägt vor, Tunesien als sicheres Herkunftsland einzustufen. Wie passt das zusammen?
Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, sieben Länder als sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ einzustufen. Ziel ist es, die Bearbeitung von Asylanträgen von Staatsangehörigen dieser Länder zu beschleunigen.
Die Ankündigung eines von Donald Trump unterzeichneten Dekrets, das Afrikaanern die Möglichkeit bietet, in den Vereinigten Staaten den Flüchtlingsstatus zu erhalten, hat in Südafrika für Aufsehen gesorgt.
Eine „begleitete Rückführung“ am Frankfurter Flughafen Richtung Afrika ist noch vor Abflug eskaliert: Zeugen sprechen von bangen Minuten an Bord der A 350.
Dunja Kreiser: „Ist das ein Antrag von Union oder AfD?“ (Foto Bundestag)
Union will Asylbewerber nach Ruanda schicken und humanitäre Aufnahme erhöhen – SPD wirft der Union in der Migrationspolitik Populismus und AfD-Nähe vor – FDP ist offen dafür, dass Geflüchtete nach Ruanda gebracht werden.
Mit Blick auf die Innenminister*innenkonferenz (IMK) fordern Jugendliche ohne Grenzen, PRO ASYL, Flüchtlingsrat Brandenburg und terre des hommes Deutschland mit weiteren Organisationen: Geflüchtete Menschen brauchen Schutz – keine rassistische Hetze!
Noch bevor über ihren Asylantrag entschieden wird, sollen Geflüchtete in Asylbewerber*innen mit „guter oder geringer Bleibeperspektive“ unterteilt und getrennt untergebracht werden. Diesen Gesetzentwurf der CDU Thüringen und die Idee dahinter – Drohung mit Abschiebung und Stigmatisierung statt guten Ankommens und Integrationsbemühungen – lehnt PRO ASYL entschieden ab. Zudem bräuchte die CDU die Stimmen der vom Thüringer Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften AfD, um diesen Gesetzentwurf durchzubringen: ein weiteres Loch in der Brandmauer gegen Rechtsextremisten, an der die demokratischen Parteien eigentlich weiterbauen sollten.
Kinder in Haft, Asylschnellverfahren an den Außengrenzen, Abschiebungen in Länder ohne Schutz für Flüchtlinge, immer mehr Deals mit autokratischen Regierungen: Das ist die Zukunft des Flüchtlingsschutzes in Europa, wenn heute das EU-Parlament der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) zustimmt. Damit wäre der Pakt besiegelt, die Mitgliedstaaten haben bereits in den letzten Verhandlungen im Februar ihre Verschärfungen durchgesetzt – ihre finale Zustimmung ist sicher.
Mit einem brisanten Asyl-Plan will die CSU Bewegung in die Migrationsdebatte bringen. Alexander Dobrindt schlägt nach Gesprächen in Ruanda einen Pakt mit dem kleinen ostafrikanischen Land vor.