Schlagwort-Archive: Äthiopien

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 14: Alter Streit und neuer Wind?

Erneutes Scheitern der Gespräche über GERD: Ohne eine Einigung im langjährigen Streit zwischen Ägypten, Äthiopien und Sudan über den Grand-Ethiopian-Renaissance-Dam (GERD) wurden erneute Gespräche zwischen den drei Ländern am Dienstag in Kinshasa beendet. Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo und derzeitige Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU) Félix Tshisekedi hatte gehofft, mit dem Treffen der Außen- und Wasserminister der drei Länder einen Durchbruch zu erzielen, der jedoch nach drei Verhandlungstagen nicht gelang. Den Vorschlag Ägyptens und Sudans, die AU, die Europäische Union, die USA und die Vereinten Nationen gemeinsam zu offiziellen Mediatoren zu bestimmen, lehnte Äthiopien ab, da es eine Fortsetzung der Gespräche unter der alleinigen Führung der AU bevorzuge. DAS-Afrika-Pressespiegel KW 14: Alter Streit und neuer Wind? weiterlesen

Äthiopien: Ärzte ohne Grenzen berichtet von gezielten Angriffen auf medizinische Einrichtungen in Tigray

Bei Angriffen in Tigray wurden Gesundheitseinrichtungen verwüstet. Foto: MSF

Addis Abeba/Berlin, 15. März 2021 – Ärzte ohne Grenzen berichtet von flächendeckenden Plünderungen und gezielten Angriffen auf die Gesundheitsversorgung in der äthiopischen Region Tigray. Teams der internationalen Hilfsorganisation, die zwischen Mitte Dezember und Anfang März insgesamt 106 Gesundheitseinrichtungen besucht hatten, erklärten, dass fast 70 Prozent von ihnen geplündert und mehr als 30 Prozent beschädigt worden seien. Nur 13 Prozent funktionierten normal. Äthiopien: Ärzte ohne Grenzen berichtet von gezielten Angriffen auf medizinische Einrichtungen in Tigray weiterlesen

Äthiopien/Tigray: Zehntausende Vertriebene in der Stadt Shire haben wenig zu essen – Besorgniserregendes Ausmaß an Mangelernährung bei Kindern

Die humanitäre Situation in der umkämpften Region Tigray in Äthiopien ist auch Monate nach Beginn der Eskalation der Auseinandersetzungen sehr angespannt. Zehntausende Vertriebene haben sich in die Stadt Shire geflüchtet, die vor November nur etwa 50.000 Einwohner hatte. Die Versorgungslage ist schwierig, ganz besonders bei Nahrungsmitteln. Auch die medizinische Versorgung ist ungenügend. Äthiopien/Tigray: Zehntausende Vertriebene in der Stadt Shire haben wenig zu essen – Besorgniserregendes Ausmaß an Mangelernährung bei Kindern weiterlesen

Buchtipp: Alfred Schlicht: „Das Horn von Afrika: Äthiopien, Dschibuti, Eritrea und Somalia – Geschichte und Politik“

Nur kurz erwähnt und fast wieder aus den Nachrichten verschwunden sind die Ereignisse um das Horn von Afrika, der andauernde Tigray-Konflikt und die damit verbundenen Folgen tauchen kaum noch in den Schlagzeilen auf. Der Autor will mit dieser Publikation mehr Aufmerksamkeit auf diese Region in Afrika lenken. Genutzt hat der Verfasser zahlreiche Quellen, um einprägsam aufzuzeigen, wie Vergangenes die gegenwärtige Situation kennzeichnet. Betrachtet werden die heutigen Staaten Äthiopien, Dschibuti, Eritrea und Somalia. Buchtipp: Alfred Schlicht: „Das Horn von Afrika: Äthiopien, Dschibuti, Eritrea und Somalia – Geschichte und Politik“ weiterlesen

Äthiopien: Amnesty International belegt Beteiligung Eritreas an Massaker in Aksum

Ein neuer Amnesty-Bericht belegt, dass Angehörige der eritreischen Streitkräfte im November letzten Jahres im äthiopischen Bundesstaat Tigray systematisch Hunderte unbewaffnete Zivilpersonen getötet haben. Sie eröffneten in den Straßen der Stadt Aksum das Feuer und durchkämmten ein Haus nach dem anderen. Das Massaker stellt mutmaßlich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar. Die Auswertung von Satellitenbildern durch Amnesty International bestätigt Berichte über wahllosen Beschuss und Massenplünderungen. Äthiopien: Amnesty International belegt Beteiligung Eritreas an Massaker in Aksum weiterlesen

Klimawandel: Gemeinsam forschen, um Äthiopiens Ernährung zu sichern

Deutsch-äthiopisches Programm der Universitäten Hohenheim und Hawassa zur Ausbildung ostafrikanischer Wissenschaftler wird um fünf Jahre verlängert: Dürreperioden, gefolgt von Starkregen, die die ausgetrocknete Erde wegspülen – und das wenige, das doch noch auf den Feldern wächst, fressen riesige Heuschreckenschwärme in Sekundenschnelle auf: In Ostafrika trifft der Klimawandel die Menschen extrem hart. Um den Hunger in dieser Region dauerhaft bekämpfen zu können, muss die einheimische Bevölkerung in die Lage versetzt werden ihre Ernährung selbst sicherzustellen. Leistungsfähige Hochschulen und gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte sind der Schlüssel dazu. Ein Pionierprojekt auf diesem Gebiet ist das vom DAAD geförderte deutsch-äthiopische Graduiertenkolleg CLIFOOD der Universitäten Hohenheim in Stuttgart und Hawassa in Äthiopien. Klimawandel: Gemeinsam forschen, um Äthiopiens Ernährung zu sichern weiterlesen

Job: GIZ sucht Fachkraft für den Zivilen Friedensdienst (ZFD) für Dialogprozesse um Land- und Ressourcenkonflikten in Äthiopien

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) in Äthiopien unterstützt Dialogprozesse zur Förderung eines vertrauensbasierten Land- und Ressourcenmanagements in der Region Oromia. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern begleitet der ZFD die gewaltfreie Bearbeitung von drei konkreten Konflikten um Land und Ressourcen. Job: GIZ sucht Fachkraft für den Zivilen Friedensdienst (ZFD) für Dialogprozesse um Land- und Ressourcenkonflikten in Äthiopien weiterlesen

DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 2: Die Ruhe vor dem Sturm?

Präsidentschaftswahl in Uganda: Diesen Donnerstag fanden in Uganda Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Vorläufigen Ergebnissen zufolge übernahm der amtierende Präsident Yoweri Museveni (76) bereits frühzeitig die Führung. Nach der Auszählung von knapp 30% der Stimmen liegt Museveni, der das ostafrikanische Land bereits seit fast 35 Jahren regiert, offiziellen Angaben zufolge mit 63,9% der Stimmen deutlich vor Herausforderer Bobi Wine, der aktuell auf 28,4% kommt. Wine, der mit bürgerlichem Namen Robert  Kyagulanyi Ssentamu heißt und für das neu gegründete Oppositionsbündnis National Unity Platform ins Rennen ging, zweifelt diese Hochrechnungen an und wirft der Regierung Wahlbetrug und Einschüchterung vor. DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 2: Die Ruhe vor dem Sturm? weiterlesen