Inmitten des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat Putin längst einen anderen Kontinent fest im Blick: Afrika. Es geht um Rohstoffe, Rüstungsdeals, internationale Anerkennung – und darum, den Westen zurückzudrängen. Wie geht Russland dabei vor? Welche Rolle spielen Söldner? Und: geht diese Strategie auf?
In einem Afrika, das zunehmend zum Schauplatz eines globalen Wettstreits um Einfluss wird, intensiviert Indien seine Präsenz, um die wachsende Dominanz Chinas zu kontern.
Am 15. Oktober 2024 hat Niger mehrere historische Orte in der Hauptstadt Niamey umbenannt, darunter auch Straßen und Denkmäler mit französischen Namen. Dies soll seine Unabhängigkeit und nationale Identität bekräftigen und ist Teil einer breiteren Bewegung, die koloniale Symbole ablehnt und die nigrische Geschichte und Kultur rehabilitieren will.
Die unerwartete Unterstützung der europäischen extremen Rechten für die „Marokkanität“ der Westsahara wirft Fragen auf, da Marokko verdächtigt wird, bei seinen Einflussnahmen auf die Europaabgeordneten zu weit gegangen zu sein, um seine Interessen im Europäischen Parlament zu verteidigen. Während der Europäische Gerichtshof (EuGH) kürzlich Handelsabkommen mit den besetzten sahrauischen Gebieten annullierte, setzen sich weiterhin politische Figuren, die den extrem rechten Gruppen wie Viktor Orbáns Les Patriotes und Jordan Bardella sowie der ECR-Gruppe, in der auch ehemalige Mitglieder der Partei von Éric Zemmour sitzen, für Rabat ein. Eine zweifelhafte Zweckallianz.
Ägypten hat die „Behauptungen“ des Anführers der sudanesischen Paramilitärs dementiert, es habe im Sudan Luftangriffe gegen seine Streitkräfte durchgeführt, die sich seit dem 15. April 2023 im Krieg mit der regulären Armee des Landes befinden. Das Außenministerium antwortete in einer Pressemitteilung auf die Anschuldigungen von General Hemedti, dem Anführer dieser Paramilitärs, berichtet RFI.
Auffällig ruhig schaut man zu, wie die für die USA wichtigen Emirate vom Tschad aus die RSF-Miliz in Darfur mit Waffen beliefern – und damit den Krieg im Sudan befeuern. Ein Besuch.
Außenminister Taye Atske Selassie wurde am Montag, den 7. Oktober, vom Parlament zum Nachfolger von Sahle-Work Zewde gewählt, der ersten Frau, die dieses Ehrenamt innehatte. Die Amtszeit von Sahle-Work Zewde wird Ende des Monats offiziell enden.
Milizenführer Hemeti und Armeechef al Burhan stehen sich im Sudan feindlich gegenüber. Obwohl sie grausamste Kriegsverbrechen begehen, sind die meisten Hilfsorganisationen aus dem Land abgezogen. Auch Deutschland ignoriert den Krieg weitgehend – dabei ist er entscheidend für die Sicherheitslage in Europa.
Insiderberichte von Jeune Afrique enthüllen das politische Drama, das sich seit über einem Jahr hinter den Kulissen in Gabun abspielt. Das panafrikanische Magazin beleuchtet den erbitterten Machtkampf zwischen General Oligui Nguema und der in Ungnade gefallenen Familie Bongo. Zwischen harten finanziellen Verhandlungen, umstrittenen Haftbedingungen und subtilen diplomatischen Manövern zeigt der Artikel die Dynamik eines Konflikts, der nicht nur die Zukunft einer Dynastie, sondern auch das Gesicht des post-Bongo-Gabun neu definiert. Ein kleiner Einblick in eine politisch-finanzielle Saga mit internationalen Verzweigungen.
Jahrzehntelang versuchte Frankreich in seinen ehemaligen Kolonien weiter die Fäden zu ziehen. Einer der Drahtzieher erzählt nun von Geldgeschenken, im Mittelpunkt: Jacques Chirac.
Der tunesische Präsidentschaftskandidat Ayachi Zemmal (Foto) wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Diese Entscheidung wurde vom Sprecher des Gerichts, Sami Semadhi, in einem Interview bekannt gegeben.
Eine hochrangige amerikanische Delegation besuchte Libyen und traf sich mit Vertretern der beiden Konfliktparteien des Landes, was Fragen zu den Zielen der Gespräche aufwirft.
Während der hochrangigen Versammlungswoche der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York wurde von Deutschland, Frankreich, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union ein Ministertreffen zu Sudan zur Unterstützung des sudanesischen Volkes und seines Strebens nach einer friedlichen und demokratischen Zukunft in Wohlstand einberufen. Die Teilnehmenden brachten ihre tiefe Besorgnis angesichts der katastrophalen und sich immer noch rasch verschlechternden Situation in Sudan zum Ausdruck, bekräftigten ihre in der am 15. April 2024, ein Jahr nach Ausbruch des Konflikts, in Paris angenommenen Grundsatzerklärung gemachten Zusagen und informierten über ihre Initiativen zur Förderung des Friedens in Sudan.