Diese Woche im DAS-Pressespiegel: Das Militär in Guinea-Bissau ernennt eine einjährige Übergangsregierung; Nigers Regierung plant Uran auf internationalen Märkten zu verkaufen und in Marokko läuft das 22. Internationale Filmfestival von Marrakesch.
Ostafrika positioniert sich als Pionier der Elektromobilität auf dem afrikanischen Kontinent. Länder wie Äthiopien, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda wollen neue Maßstäbe für klimafreundliche Mobilität setzen.
Trotz der anhaltend heftigen Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) haben die Präsidenten Félix Tshisekedi (DRK) und Paul Kagame (Ruanda) an diesem Donnerstag, dem 4. Dezember 2025, in Washington ein Friedensabkommen unterzeichnet. Unter der Schirmherrschaft des US-Präsidenten Donald Trump fand die Zeremonie in einem Gebäude statt, das kürzlich zu seinen Ehren umbenannt wurde. Der Ton der beiden afrikanischen Staatschefs blieb jedoch zurückhaltend und stand im Kontrast zur triumphalen Rhetorik des Vermittlers.
Die Debatte über den Export minderwertiger Produkte nach Afrika hat in diesem Jahr stark zugenommen, da immer mehr Menschen ihre Besorgnis äußern. Im Juli brachte Afrikas reichster Mann, Aliko Dangote, neue Dynamik in die Diskussion, als er erklärte, dass der Kontinent zunehmend zu einer „Müllkippe für minderwertigen Treibstoff“ werde.
Libyen baut seine Abschiebepolitik massiv aus und plant, monatlich bis zu 60.000 Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus in ihre Herkunftsländer zurückzuführen. Damit reagiert das Land auf die wachsende Migrationskrise, die viele afrikanische Staaten betrifft.
Der autonome Hafen von Dakar gab am Mittwoch, dem 3. Dezember, bekannt, dass er Minentaucher entsandt hat, um den Tanker Mersin zu inspizieren. Dieses Schiff, das 20 km vor der senegalesischen Küste festliegt, transportiert 39.000 Tonnen Treibstoff, und es wird befürchtet, dass ein Ölteppich entstehen könnte. nachdem im Maschinenraum ein Leck entdeckt worden war. Nach Angaben des türkischen Reeders wurde das Schiff von externen Explosionen getroffen, was auf eine mögliche strafbare Handlung hindeuten könnte, berichtet RFI.
Weniger als drei Wochen vor dem Start des Afrika-Cups (CAN) 2025 sorgt eine Entscheidung der FIFA für erhebliche Unruhe in den Vorbereitungen. Der Weltverband soll dem Druck der European Club Association (ECA) nachgegeben haben und erlaubt den europäischen Vereinen nun, ihre afrikanischen Nationalspieler bis zum 15. Dezember zurückzubehalten – also nur eine Woche vor Beginn des Turniers, berichtet Le Matin.
Der Tod von Anicet Ekane in Haft hat eine explosive Wendung genommen, nachdem die kamerunische Regierung eine Autopsie durchführen ließ – trotz des ausdrücklichen Widerspruchs seiner Familie. Diese Entscheidung nährt den Vorwurf mangelnder Transparenz und verstärkt die Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung.
US-Präsident Donald Trump hat Migranten aus Somalia für unerwünscht erklärt. Im Weißen Haus wütet er gegen die Einwanderer aus dem Land und gegen die bekannte somalischstämmige US-Politikerin Ilhan Omar.
Adolf Hitler Uunona hat soeben seine fünfte Wahl in Folge im Wahlkreis Ompundja gewonnen und damit ein einzigartiges politisches Phänomen bestätigt: In Namibia verkörpert ein Mann, der den Namen des größten Verbrechers des 20. Jahrhunderts trägt, paradoxerweise die demokratische Reife und die historische Überwindungsfähigkeit einer Nation, die vom deutschen Kolonialismus geprägt ist.
Die Augustinus-Basilika in Annaba/Algerien. Foto: ia
Nach seinen ersten Auslandsbesuchen in der Türkei und im Libanon kündigt Papst Leo XIV. an, sein Pontifikat unter das Zeichen des Dialogs zwischen den Völkern zu stellen. Besonders Afrika soll im Mittelpunkt stehen: 2026 plant er eine ausgedehnte Reise auf den Kontinent – mit Algerien als zentraler Etappe, um „auf den Spuren des heiligen Augustinus“ zu gehen und den interreligiösen Austausch zu vertiefen.
Afrika steht im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe des Newsletters der Heinrich Böll Stiftung (HBS) – „und der Blick dorthin ist dringlicher denn je“, heißt es darin. Die Schuldenkrise in Afrika verschärft sich rasant. Steigende Zinsen, Klimaschocks und eine ungerechte globale Finanzarchitektur treiben viele Länder an den Rand der Zahlungsunfähigkeit und nehmen ihnen den Spielraum für dringend notwendige Zukunftsinvestitionen. Was bedeutet das für ihre Zukunft? Und für uns?
Trauer und Schock in Kamerun nach der Bekanntgabe des Todes des Oppositionspolitikers Anicet Ekane am Montag, dem 1. Dezember, während seiner Haft. Ekane war eine engagierte Persönlichkeit des politischen Lebens in Kamerun – antikolonial, nationalistisch, prodemokratisch – und Gegner sowohl des Ahidjo-Regimes als auch des Biya-Regimes. Er hatte sich stark für die Präsidentschaftswahl im Oktober eingesetzt: zunächst zugunsten von Maurice Kamto und, nach Ablehnung von Kamto’s Kandidatur, zugunsten von Issa Tchiroma Bakary, bevor er Ende Oktober festgenommen wurde, berichtet RFI.
Der Sudan und Russland haben ihre Gespräche über ein Abkommen wieder aufgenommen, nach dem Moskau Su-30- und Su-35-Kampfjets bereitstellen würde, im Austausch für das Recht auf eine logistische Marineeinrichtung am Roten Meer.
Scharfe Kritik an der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft: Die Menschenrechtsorganisationen FIAN und Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisieren eine Presseerklärung der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft (FZG) vom 20. September 2025 zur Zusammenarbeit mit den Maasai in Tansania scharf. Die Pressemitteilung sei irreführend, blende zentrale Fakten aus und vermittele ein völlig falsches Bild über den bisherigen Austausch, betont die Maasai International Solidarity Alliance (MISA), zu der sowohl FIAN als auch die GfbV gehören, in einem Statement.