Die Bundesregierung plant, Algerien, Marokko und Tunesien per Rechtsverordnung als „sichere Herkunftsstaaten“ zu deklarieren. Die Grünen wittern „Trump-Methoden“.
Der strategische Wettstreit zwischen Marokko und Algerien überschreitet längst die Grenzen des Maghreb. Er wird inzwischen auf kontinentaler Ebene ausgetragen, wo beide Hauptstädte um Einfluss ringen. In den vergangenen Monaten hat sich die Dynamik deutlich zugunsten von Rabat verschoben: Die diplomatischen, wirtschaftlichen und symbolischen Fortschritte Marokkos in Afrika stehen im starken Kontrast zu den jüngsten Rückschlägen, die Algerien insbesondere in der Sahelzone hinnehmen musste.
Ein ungewöhnliches Ereignis am Flughafen von Algier hat das Internet in Aufruhr versetzt: Ein Reisender durchquerte die Terminals in weißen Socken, um die Sauberkeit der Anlagen zu testen. Seine Aktion, heimlich gefilmt und anschließend in den sozialen Netzwerken veröffentlicht, verbreitete sich rasend schnell.
Seit dem Abkommen mit der EU hat sich die Lage von Migranten in Tunesien massiv verschlechtert. Das hat auch Auswirkungen auf das Nachbarland Algerien. Hilfsorganisation berichten von massenhaften Abschiebungen in die Wüste.
Im ersten Quartal 2025 wurden 6151 Menschen aus Deutschland abgeschoben. Der Anstieg vom ersten Quartal 2024 zum ersten Quartal 2025 beträgt 28,4 Prozent. Unter den Abgeschobenen im ersten Quartal 2025 waren 1339 Frauen und 1118 Minderjährige. Die große Mehrheit der Abschiebungen erfolgte auf dem Luftweg (5216). 913 Abschiebungen erfolgten auf dem Landweg, 22 auf dem Seeweg.
Eine beeindruckende Demonstration der Solidarität entfaltet sich derzeit in Nordafrika, wo ein Konvoi von Aktivisten aus Tunesien und Algerien sich auf den Weg gemacht hat, um die humanitäre Situation im Gazastreifen ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.
In ihrem Debütroman UTOPIA ALGERIA lässt Yasmina Liassine die vielfältigen Gefühlswelten und Lebensgeschichten der Menschen um sie herum lebendig werden. Im Mittelpunkt steht das Jahr 1962 – der Moment, in dem Algerien seine Unabhängigkeit von Frankreich erlangt.
World Boxing führt ab dem 1. Juli 2025 eine neue Richtlinie ein, die verpflichtende Geschlechtsüberprüfungen für alle Boxerinnen und Boxer über 18 Jahren vorsieht. Ziel ist es, Sicherheit und Fairness im Wettkampf zu gewährleisten. Grundlage der Tests ist ein PCR-Gentest, der das biologische Geschlecht anhand des SRY-Gens (Y-Chromosom) bestimmt.
Drei Kandidaten für die algerische Präsidentschaftswahl im vergangenen September, deren Bewerbungen abgelehnt worden waren, sind am Montag, dem 26. Mai, in Algerien wegen Korruption zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die Geschäftsfrau Saida Neghza, der ehemalige Minister Belkacem Sahli und der Leiter eines Veterinärlabors, Abdelhakim Hamadi, wurden wegen des Kaufs von Unterstützungsunterschriften für schuldig befunden und müssen außerdem eine Geldstrafe in Höhe von etwa 6.700 Euro zahlen, berichtet RFI.
Endlich gute Nachrichten im Fall Abdelkader Selmi: Eigentlich droht dem 20-Jährigen aus Algerien die Abschiebung zurück nach Nordafrika. Doch bis zum 10. September darf er nun auf alle Fälle in Frankfurt bleiben. Das verschafft ihm, seinen Betreuerinnen und Betreuern sowie seinem Anwalt zwar eine Atempause, doch ein längerer Verbleib in Deutschland ist noch lange nicht gewiss.
Vor 80 Jahren, am 8. Mai 1945, genau an dem Tag, an dem Frankreich den Sieg über die Nazis feierte, brachen in Algerien Unabhängigkeitsdemonstrationen aus. Sie wurden massiv und gewaltsam von der französischen Armee niedergeschlagen. Es kam zu mehreren Massakern in Sétif, Guelma und Kherrata, bei denen Zehntausende Menschen getötet wurden. Anlässlich des Gedenkens an diese blutige Repression hat ein Zusammenschluss von Forschern und Historikern einen Appell zur Anerkennung dieser Verbrechen gestartet, berichtet RFI.
Während Marokko seine Ankündigungen rund um die „Atlantik-Initiative“ vervielfacht, die darauf abzielt, den Binnenstaaten der Sahelzone einen maritimen Zugang zu verschaffen, beobachtet Algerien dieses Projekt mit großer Vorsicht. Es wird als Versuch gesehen, die marokkanische Souveränität über die Westsahara zu festigen – unter Missachtung des Völkerrechts und des regionalen Gleichgewichts.
„Der Mund voller Versprechen, die Hände leer von Taten“. Dieser Ausspruch bringt die widersprüchliche Haltung des algerischen Regimes auf den Punkt, das sich zur bedingungslosen Unterstützung Palästinas bekennt, gleichzeitig aber öffentliche Demonstrationen oder Märsche in Solidarität mit den Palästinensern angesichts des anhaltenden Völkermords in Gaza unterdrückt.
Mehr als 1.100 Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus wurden am vergangenen Samstag von den algerischen Behörden in die Wüste abgeschoben. Diese Personen mussten zu Fuß die Grenze zum Niger erreichen – einem Transitland für tausende Migranten, die über Libyen und Algerien versuchen, nach Europa zu gelangen. Seit drei Jahren nimmt die Zahl der in dieser Region abgeschobenen Migranten stetig zu. Noch nie zuvor wurden so viele Menschen auf einmal aus Algerien ausgewiesen, berichtet RFI.
ANKARA / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein neues bilaterales Abkommen zwischen der Türkei und Libyen wirft Fragen auf, ob es als Deckmantel für die militärischen Aktivitäten der Türkei in Libyen dient. Die Vereinbarung, die als Memorandum of Understanding (MoU) bezeichnet wird, wurde dem türkischen Parlament zur Debatte vorgelegt und soll die Zusammenarbeit im Bereich der Strafverfolgung stärken.