Schlagwort-Archiv: Libyen

Flucht nach Libyen: für Kinder eine tödliche Reise

unicef-kind-libyenKinder und Jugendliche auf der Flucht- und Migrationsroute über Nordafrika nach Italien sind regelmäßig sexueller Gewalt, Ausbeutung sowie Misshandlungen durch Menschenschmuggler oder Personal in Haftzentren in Libyen ausgesetzt. Dies ist ein zentrales Ergebnis des neuen UNICEF-Reports „A Deadly Journey for Children: The Central Mediterranean Migrant Route”. Für den Bericht hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in Libyen geflüchtete und migrierte Kinder aus elf Ländern interviewt, die versuchten nach Europa zu gelangen. Weiterlesen

Zum Malta-Gipfel: „EU ist bereit, Tausende Schutzsuchende zu opfern“

Frauen in einem libyschen Flüchtlingslager
Frauen in einem libyschen Flüchtlingslager

Auf dem EU-Sondergipfel in Valletta haben die EU-Staats- und Regierungschefs in der „Malta-Deklaration“ Maßnahmen beschlossen, um Schutzsuchende an der Flucht aus Libyen nach Europa zu hindern. Dazu erklärt der Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Amsterdam, Arjan Hehenkamp, der diese Woche offizielle Internierungslagern für Flüchtlinge und Migranten in Tripolis mit katastrophalen Zuständen besucht hat:  Weiterlesen

Ärzte ohne Grenzen: Libyen ist kein sicherer Ort – „unmenschliche Flüchtlingspolitik“

Internierungslager in Libyen

Tripolis/Berlin, 3. Februar 2017. Angesichts unmenschlicher Bedingungen für Geflüchtete in Libyen kritisiert Ärzte ohne Grenzen die Pläne der EU, in Kooperation mit den libyschen Behörden die Fluchtroute nach Italien zu blockieren. Beim heute beginnenden informellen EU-Gipfel auf Malta beraten Staats- und Regierungschefs über diese Pläne. Teams von Ärzte ohne Grenzen leisten seit Juli 2016 medizinische Hilfe für Flüchtlinge und Migranten in Internierungslagern in Tripolis und Umgebung. Die Menschen werden willkürlich unter unmenschlichen und unhygienischen Bedingungen eingesperrt. Oft gibt es nicht genug Nahrung und sauberes Wasser und keinen Zugang zu medizinscher Versorgung.  Weiterlesen

Libyen: Tödlicher Übergriff der libyschen Küstenwache auf Rettungsmission – Bundesregierung bestätigt Darstellung des Vereins Sea-Watch

„Das Schiff ‚Sea-Watch 2‘ befand sich in internationalen Gewässern, als die Besatzung von der libyschen Küstenwache an der Rettung von Geflüchteten gehindert wurde. Dies bestätigt das Auswärtige Amt in der Antwort auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion zu Überfällen auf deutsche und belgische Rettungsmissionen. Positionsdaten, die von der EU-Operation EUNAVFOR MED aufgezeichnet wurden, belegen den Hergang“, erklärt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Andrej Hunko. Weiterlesen

Vor Küste Libyens: Bundesregierung muss zu Übergriffen auf deutsche Rettungsorganisationen im Mittelmeer ermitteln

hunko-utehaupts„In mindestens fünf Fällen ging die zur Marine gehörende libysche Küstenwache gegen vier deutsche und eine belgische Rettungsmissionen im Mittelmeer vor. Mehrmals fielen dabei Schüsse aus automatischen Waffen. Zuletzt störte die Küstenwache eine Rettungsmission der Organisation Sea Watch, mehrere Menschen ertranken. Ich fordere die Bundesregierung auf, den Fall vor den internationalen Seegerichtshof zu bringen. Die Täter, die sich vermutlich derzeit auf Kriegsschiffen der Europäischen Union befinden, müssen ermittelt werden“, erklärt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion Andrej Hunko (Foto). Weiterlesen

Libyen: SOS MEDITERRANEE rettet 685 Flüchtlinge – darunter mehrere hundert von überladenem Holzboot

SOS MEDITERRANEEAm Wochenende hat die private Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANEE bei zwei Einsätzen vor der libyschen Küste insgesamt 685 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Am Samstagmorgen wurden 134 Menschen von einem Gummiboot gerettet, anschließend an Bord des Rettungsschiffes AQUARIUS medizinisch betreut und an ein Schiff der italienischen Marine übergeben. Dies hat die Geflüchteten ans italienische Festland gebracht. Weiterlesen

Kriegsschiffe der EU vor Libyen? Lieber Seenotrettung statt Brandbeschleuniger

Migrantenboot Libyen„Das geplante Eindringen der EU-Militärmission EUNAVFOR MED auf libysche Hoheitsgewässer ist brandgefährlich. Die Kriegsschiffe in Sichtweite der Küste würden von der Bevölkerung als Provokation empfunden. Wenn sich nun wie geplant auch die NATO einmischt, werden unangenehme Erinnerungen an die Luftangriffe von 2011 wach. Erst dadurch wurde Libyen ins totale Chaos gestürzt“, erklärt der europapolitische Sprecher der Bundesfraktion DIE LINKE, Andrej Hunko.   Weiterlesen