Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Miliz RSF haben im Sudan zu einer großen humanitären Krise geführt. Flüchtlinge von dort sind jetzt in Deutschland gelandet.
Zwei Jahre des Schreckens: Seit 15. April 2023 bekämpfen sich die sudanesische Armee und die paramilitärischen Rapid Support Forces auf brutale Weise. Mindestens sieben Medienschaffende wurden seitdem getötet, einer wird vermisst, mindestens 15 wurden festgenommen, zwei Journalisten befinden sich noch immer hinter Gittern. All dies geschieht in völliger Straflosigkeit. Reporter ohne Grenzen (RSF) dokumentiert die Verbrechen beider Kriegsparteien und hat sie damit konfrontiert, jedoch keine Antwort erhalten.
Ende März berichteten sudanesische Medien, dass der Präsidentenpalast in der sudanesischen Hauptstadt Khartum von den sudanesischen Streitkräften (SAF) zurückerobert wurde. Der Palast, der auch als Regierungssitz dient, war wie andere Teile der Hauptstadt seit April 2023 von den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) besetzt.
Die sudanesische Armee rückt weiter gegen die RSF-Miliz vor – und hat offenbar einen wichtigen Erfolg erzielt. Der Präsidentenpalast in der Hauptstadt Khartum ist wieder unter Kontrolle des Militärs. Doch es wird weiter gekämpft.
Zur Lage in Südsudan erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts heute (18.03.): „Die jüngste Eskalation der Gewalt und die politischen Spannungen in Südsudan gefährden die Stabilität der ganzen Region und sind ein herber Rückschlag auf dem Weg zu einem nachhaltigen Frieden. Berichte von Luftangriffen mit zahlreichen Opfern sind verstörend.
New York/Berlin, 13. März 2025. Christopher Lockyear, Generalsekretär von Ärzte ohne Grenzen, hat heute vor dem UN-Sicherheitsrat über die katastrophale humanitäre Lage infolge des Kriegs im Sudan gesprochen. Lockyear forderte ein Ende der Gewalt gegen Zivilist*innen und ein starkes Engagement bei der Bereitstellung von lebensrettender Hilfe.
Der Friedensfilmpreis der 75. Berlinale geht an den Dokumentarfilm „Khartoum“ von Anas Saeed, Rawia Alhag, Ibrahim Snoopy, Timeea M Ahmed und Phil Cox aus der Programmsektion Panorama der Berlinale. Mit den Geschichten von fünf Menschen, die trotz Krieg und Flucht ihre Träume nicht aufgeben, gelingt hier ein hoffnungsvoller Ausblick auf die Zukunft und die Gestaltung von Frieden.
Port Sudan/Berlin, 13. Januar 2025. Ein unbekannter Bewaffneter hat am 10. Januar in al-Faschir einen Krankenwagen von Ärzte ohne Grenzen beschossen und dabei eine Person tödlich verletzt. Ärzte ohne Grenzen verurteilt den Angriff aufs Schärfste.
In Marokko werden sudanesische Asylbewerber gerne wieder zurück nach Algerien geschickt. Sie meiden deshalb die Polizei – und wollen eigentlich nach Europa.
Im Sudan kämpfen Regierungstruppen und die Rapid Support Forces um die Macht. Dabei kam es zu einem Angriff, der vermuten lässt, dass Kämpfer der Miliz Verbündete vom Himmel holten.
Ägypten hat die „Behauptungen“ des Anführers der sudanesischen Paramilitärs dementiert, es habe im Sudan Luftangriffe gegen seine Streitkräfte durchgeführt, die sich seit dem 15. April 2023 im Krieg mit der regulären Armee des Landes befinden. Das Außenministerium antwortete in einer Pressemitteilung auf die Anschuldigungen von General Hemedti, dem Anführer dieser Paramilitärs, berichtet RFI.
Milizenführer Hemeti und Armeechef al Burhan stehen sich im Sudan feindlich gegenüber. Obwohl sie grausamste Kriegsverbrechen begehen, sind die meisten Hilfsorganisationen aus dem Land abgezogen. Auch Deutschland ignoriert den Krieg weitgehend – dabei ist er entscheidend für die Sicherheitslage in Europa.
Während der hochrangigen Versammlungswoche der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York wurde von Deutschland, Frankreich, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union ein Ministertreffen zu Sudan zur Unterstützung des sudanesischen Volkes und seines Strebens nach einer friedlichen und demokratischen Zukunft in Wohlstand einberufen. Die Teilnehmenden brachten ihre tiefe Besorgnis angesichts der katastrophalen und sich immer noch rasch verschlechternden Situation in Sudan zum Ausdruck, bekräftigten ihre in der am 15. April 2024, ein Jahr nach Ausbruch des Konflikts, in Paris angenommenen Grundsatzerklärung gemachten Zusagen und informierten über ihre Initiativen zur Förderung des Friedens in Sudan.