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Völkermord kein Thema? Bundespräsidialamt verweigert Empfang von Herero- und Nama-Delegierten in Berlin

Bild: Kriegsgefangene Nama und Herero, 1904 (Foto Bundesarchiv)
Kurz vor dem 100. Jahrestag des Endes der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia hat das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ gestern am Vormittag um 10 Uhr im Beisein einer hochrangigen namibischen Delegation unter Leitung des OvaHerero Paramount Chief Adv. Vekuii Rukoro und der Parlamentsabgeordneten und Namavertreterin Ida Hoffmann beim Bundespräsidialamt den Appell „Völkermord ist Völkermord!“ mit den ersten 2000 Unterschriften abgegeben. Trotz Voranmeldung waren weder Bundespräsident Gauck noch das Bundespräsidialamt dazu bereit, die aus Berlins Partnerstadt Windhoek stammenden Nachfahren der Genozidopfer zu empfangen.  Weiterlesen

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Burundi: Schulen nach Unruhen wieder eröffnet – Bewaffneter Schutz für Kinder eine Woche vor den Wahlen

Nach den schweren Unruhen im Zuge der Präsidentschaftswahlen sind die Schulen in Burundis Hauptstadt Bujumbura ab heute wieder geöffnet. Trotz weiterhin angespannter Sicherheitslage bemüht sich die Regierung eine Woche vor den umstrittenen Wahlen damit um die Rückkehr zur Normalität. Auch die Schulen der SOS-Kinderdörfer müssen nach dem Regierungsbeschluss wieder den Betrieb aufnehmen. Weiterlesen

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Die deutsch-französische Kooperation in Afrika: Bilanz einer Konferenz zum Klimawandel

Am 1. und 2. Juni 2015 fand auf Initiative der Abteilung für Wissenschaft und Technologie im Auditorium der Französischen Botschaft in Berlin eine Konferenz zum Thema “Die deutsch-französische Kooperation in Afrika im Bereich Klimawandel, Ernährungssicherheit und Wasserressourcen” statt. Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Institut für Entwicklungsforschung (IRD) veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem französischen Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Deutschland.  Weiterlesen

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Einsatz im Sudan: doppelte Ehrung für Tomo Križnar

Der Friedens- und Menschenrechtsaktivist Tomo Križnar wird zweifach für seinen Einsatz im Sudan geehrt. Zunächst durch den European Citizen’s Prize des Jahres 2015 des EU-Parlaments, zudem ist er für den Internationalen ethecon Blue Planet Award 2014/2015 nominiert. Tomo Križnar wurde u.a. dafür bekannt, dass er fordert, die zivile Drohnenüberwachung nicht nur für bedrohte Tierarten einzurichten, sondern auch für von Völkermord und Gemetzel betroffene Bevölkerungen. Weiterlesen

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Münchner SPD beantragt Gutachten zu NS-Straßennamen in München – und was ist mit den Kolonialnamen?

Am 30.06.2015 hat die Münchner SPD mit einen Antrag an das Direktorium-Stadtarchiv und dem Kommunalreferat-GeodatenService München aufgefordert, „[...] ein Gutachten in Auftrag zu geben, das sich mit problematischen Straßenbenennungen im Hinblick auf die Zeit des Nationalsozialismus befasst. Der gesamte Bestand kritischer, aktueller Straßennamen in München soll identifiziert und Vorschläge und Empfehlungen für den Umgang damit erarbeitet werden.  Weiterlesen

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Stärkere Initiativen gegen Fluchtursachen in den afrikanischen Ländern – Konstruktive Maßnahmen der europäischen Wertgemeinschaft

Eine Analyse von Gerd Eckert, Dipl.oec., Berlin
Der Beitrag in der “Berliner Zeitung“ von Christian Bommarius am 17.6.15 “Eine neue Afrika-Konferenz“ lässt aufhorchen. Nicht wegen der uns bekannten und wiedergespiegelten deutsch-europäischen Kolonialgeschichte Afrikas, sondern wegen der seit einigen Jahren kaum überschaubaren enormen Migrationsbewegungen auf dem Kontinent. Was können wir von einer neuen Afrika-Konferenz erwarten?  Weiterlesen

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Interpol: Fahndungsaufruf zu ägyptischem Journalisten Ahmed Mansour nicht gelöscht

Verstöße gegen das Verbot politischer Verfolgung könnten zunehmen
“Trotz einer anderslautenden Mitteilung von Interpol hat das Bundeskriminalamt den ägyptischen Fahndungsaufruf zu dem bekannten Al Jazeera-Journalisten Ahmed Mansour nicht gelöscht. Nun kommt heraus, dass es sich um einen Einzelfall mit herausragender Bedeutung handelt: Denn angeblich hätten deutsche Behörden letztes Jahr beinahe allen Korrekturen von Interpol entsprochen. Im Fall Mansour sei die Fahndung aber aufrechterhalten worden. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Pressefreiheit und ein schwerwiegender Affront gegen die arabische Welt”, erklärt Andrej Hunko, MdB DIE LINKE. Weiterlesen