Kategoriearchiv: Gesellschaft

Senegal: 20 Jahre Haft für einen Koranlehrer – ein Signal gegen die Straflosigkeit sexueller Gewalt in religiösen Einrichtungen

Mit dem Urteil des Gerichts von Diourbel vom 8. Juni 2026 endet ein Strafverfahren, das 2023 in Touba nach Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen einen Koranlehrer eingeleitet worden war. In dem Fall wurden 26 minderjährige Mädchen angehört. Die Ermittlungen, Zeugenaussagen und medizinischen Gutachten führten schließlich zu einer Verurteilung zu 20 Jahren Freiheitsstrafe.

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200 Visa von Afrikanerinnen bereits widerrufen: USA verhindern die Einreise von Frauen kurz vor der Geburt, um die Nutzung des Geburtsortsprinzips zu unterbinden

Die Trump-Regierung, die bereits Maßnahmen zur Einschränkung des Geburtsortsprinzips für in den USA geborene Kinder ergriffen hat, gab am 10. Juni bekannt, dass sie Netzwerke zerschlagen habe, die schwangeren Frauen die Reise in die Vereinigten Staaten ermöglichen, damit ihre Kinder durch die Geburt auf US-amerikanischem Boden die amerikanische Staatsangehörigkeit erhalten, berichtet RFI.

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DR Kongo: Desinformation – die andere Geißel, die die Bekämpfung der Ebola-Epidemie behindert

Angesichts des Virus, das sich weiterhin im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ausbreitet, stoßen medizinisches Personal und Hilfsorganisationen, die die Bekämpfung der Epidemie organisieren, auf die Feindseligkeit eines Teils der Bevölkerung. Dies erschwert die Überwachung der Krankheit und die Versorgung der Patienten. Ursache dafür ist das Fortbestehen von Gerüchten und Falschinformationen über die Epidemie, berichtet RFI.

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Malawi: Menschen mit Albinismus sind Diskriminierung und Hürden beim Zugang zur Arbeit ausgesetzt

Stigmatisierung, Unsicherheit und fehlende Vorkehrungen untergraben ihre Rechte:
• Menschen mit Albinismus in Malawi sind bei Einstellungen, im Bildungswesen und beim Zugang zu sozialer Absicherung Diskriminierungen ausgesetzt.
• Angst vor Gewalt, Stigmatisierung und fehlende Anpassungen am Arbeitsplatz erschweren eine sichere und würdevolle Beschäftigung.
• Die Regierung sollte die Umsetzung des Schutzes von Menschen mit Behinderungen stärken und inklusive Beschäftigungsmöglichkeiten ausbauen.

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Marokko: 7.500 Millionäre, 1,4 Millionen zusätzliche Arme

Glänzende Stadien für 2030, gigantische Häfen mit weltweiter Anbindung, neue Hochgeschwindigkeitszugstrecken – und gleichzeitig ein öffentliches Gesundheitssystem in Trümmern. In Marokko wird die soziale Kluft zunehmend unerträglich. Das Königreich, das sich international als afrikanische Erfolgsgeschichte, stabil, modern und äußerst attraktiv präsentiert, wird heute von seinen eigenen Widersprüchen eingeholt. Es sind die Brüche eines Entwicklungsmodells, das immer mehr Vermögen hervorbringt, während Millionen Menschen zurückgelassen werden.

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Marokko: Verbände mobilisieren sich nach Video eines Emiratis, der dazu aufruft, dort 14jährige Mädchen zu heiraten

Schulbildung statt Frühehe!

Marokko steht unter Schock, nachdem ein Video, das in den sozialen Netzwerken weit verbreitet wurde, für Empörung gesorgt hat. Darin ruft ein Emirati dazu auf, in Marokko junge Mädchen im Alter von 14 Jahren zu heiraten. Frauenrechtsorganisationen reagierten umgehend und verurteilten eine „offenkundige Aufforderung“ zur Ausbeutung von Kindern und zum Menschenhandel. Eine Vereinigung wandte sich daraufhin an die Staatsanwaltschaft und forderte die umgehende Einleitung einer Untersuchung, berichtet RFI.

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Ghana, Senegal: Kann ein Spieler in diesem politischen Klima während der WM 2026 noch die Rechte von LGBT-Personen verteidigen?

Der afrikanische Fußball versteht es zu schweigen. Über Verletzungen, Prämien oder Machtkämpfe mit den Verbänden wird gern gesprochen. Andere Themen hingegen bleiben streng tabu. Homosexualität ist das wohl deutlichste Beispiel dafür. Kein afrikanischer Nationalspieler von internationalem Rang hat sich bislang öffentlich geoutet. Nicht, weil der Kontinent von menschlichen Realitäten verschont bliebe – Homosexualität existiert dort ebenso wie überall sonst –, sondern weil die sozialen, familiären und beruflichen Kosten eines solchen Bekenntnisses schlicht verheerend wären.

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Zentralafrikanische Republik: Verbreitung gefälschter Dokumente nimmt extrem zu

Symbolbild

In der Zentralafrikanischen Republik nimmt die Fälschung von Verwaltungsdokumenten ein besorgniserregendes Ausmaß an. Geburtsurkunden, Diplome, Bescheinigungen oder auch Ausweisdokumente – solche Fälschungen kursieren zunehmend in bestimmten Vierteln von Bangui sowie in mehreren Provinzstädten. Dabei stuft das zentralafrikanische Gesetz diese Praxis als „Urkundenfälschung und Gebrauch gefälschter Dokumente“ ein – ein Delikt, das strafrechtlich verfolgt und mit Sanktionen geahndet werden kann. Trotz der Risiken wenden sich viele arbeitslose oder in prekären Verhältnissen lebende Jugendliche dieser Tätigkeit zu, die für manche zu einer schnellen Einnahmequelle geworden ist, berichtet RFI.

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Warum ziehen immer mehr Menschen afrikanischer Herkunft zurück nach Afrika?

Afroamerikaner, Karibikbewohner, schwarze Europäer: Immer mehr von ihnen lassen sich in Accra, Cotonou oder Dakar nieder. Diese Rückkehrbewegung nach Afrika, die lange Zeit marginal blieb, nimmt heute eine völlig neue Dimension an – getragen von neuen Gesetzen, gezielten Attraktivitätspolitiken und einer wachsenden Ernüchterung gegenüber westlichen Gesellschaften.

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Marokkaner stellen die größte Gemeinschaft ausländischer Herkunft in Israel

Mit 190.607 in Marokko geborenen Personen, die in internationalen Migrationsstatistiken erfasst wurden, bilden Marokkaner inzwischen die größte Gemeinschaft ausländischer Herkunft in Israel. Dieser Rang verweist jedoch nicht auf eine jüngste Einwanderung, sondern auf die tief verwurzelte Geschichte des marokkanischen Judentums, seine massenhafte Auswanderung im 20. Jahrhundert sowie auf die bis heute sensible Verbindung zwischen Rabat und Tel Aviv.

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Falsche Medikamente in Afrika – ein persönliches Fallbeispiel: Wurmmittel gegen Malaria und sonstige Fehldiagnosen

Von einer Dienstreise in den Kongo zurück in Libreville, öffnet mir Oumar, mein gardien, das Eingangstor. Sein übliches „Bonne arrivée, Madame“ fällt recht schwach aus, und er sieht furchtbar eingefallen aus, hat einen völlig verklärten Blick, zittert und schwitzt entsetzlich. Malaria, ganz offensichtlich. „Ich nehme seit drei Tagen Medikamente, aber sie helfen nicht“, wispert er schwach. 

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Interpol: Afrika an vorderster Front im Kampf gegen den Handel mit gefälschten Medikamenten

90 betroffene Länder, 269 Festnahmen und fast 6.000 geschlossene betrügerische Websites: Das ist das Ergebnis einer Interpol-Operation gegen den Handel mit gefälschten Arzneimitteln. Die internationale Polizeiorganisation beschlagnahmte in diesem Jahr weltweit gefälschte Produkte im Wert von 15,5 Millionen Dollar, berichtet RFI.

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Nachkommen marokkanischer Juden: Rückkehr zur Staatsangehörigkeit in Sicht?

Marokko belebt eine Debatte über die Staatsangehörigkeit der Nachkommen von Juden marokkanischer Herkunft neu. Eine von mehreren marokkanischen Medien aufgegriffene Bürgerinitiative fordert, den Kindern und Enkeln marokkanischer Juden, die im 20. Jahrhundert ausgewandert sind, die Rückkehr zur marokkanischen Staatsangehörigkeit zu ermöglichen oder zu erleichtern. Diese Initiative wirft Fragen zur nationalen Erinnerung, zur Beziehung zur Diaspora und zur Rolle Marokkos in einem arabischen und regionalen Kontext auf, der von der Palästinafrage und dem Bündnis mit Israel geprägt ist.

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Fremdenfeindliche Angriffe in Südafrika: 130 Nigerianer fordern ihre Rückführung

Nigeria reagiert auf die seit Mitte April in Südafrika gegen seine Staatsbürger gerichteten Angriffe. Laut der nigerianischen Bundesregierung haben 130 von ihnen um Evakuierung gebeten. Das Land hat bereits bei früheren Wellen von Gewalt gegen Ausländer in dem südafrikanischen Staat ähnliche Maßnahmen ergriffen, berichtet RFI.

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Mangel an Friedhöfen in der Zentralafrikanischen Republik: „Jeden Tag sehen wir sein Grab“

In Bangui, Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, sind Beerdigungen längst nicht mehr nur ein privater Trauerakt. Sie sind zu einer organisatorischen und sozialen Belastung geworden. Seit fast zehn Jahren gibt es in der Hauptstadt der Zentralafrikanische Republik keinen allgemein zugänglichen öffentlichen Friedhof mehr. Viele Familien haben deshalb keine andere Wahl, als ihre Angehörigen auf dem eigenen Grundstück zu bestatten – hinter Häusern, unter Mangobäumen oder auf kleinen Feldern. Dort liegen heute Väter, Mütter und Kinder begraben, berichtet RFI.

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