Asylbewerber, die direkt eine Arbeit aufnehmen wollen, stoßen in Deutschland bislang auf Hürden. Das will Innenminister Dobrindt offenbar ändern: Einem Medienbericht zufolge wurde ein „Sofort-in-Arbeit-Plan“ erarbeitet.
Das Rettungsschiff Humanity 1 wird für 60 Tage im Hafen von Trapani auf Sizilien festgesetzt. Foto: Sinawi Medine/ SOS Humanity
Während im zentralen Mittelmeer weiterhin Hunderte Menschen als vermisst gelten, haben italienische Behörden am 13.02.2026 das Rettungsschiff Humanity 1 in Trapani auf Sizilien für 60 Tage festgesetzt und eine Geldstraße von 10.000 Euro für SOS Humanity verhängt. Die Behörden werfen der Besatzung vor, bei der Rettung von 33 Menschen aus Seenot nicht mit der libyschen Seenotleitstelle kommuniziert zu haben. Die Festsetzung erfolgte kurz nachdem die italienische Regierung einen Gesetzentwurf vorgelegt hatte, der eine „Seeblockade“ ermöglicht – eine neue Maßnahme gegen zivile Rettungsschiffe.
Die Überfahrt zwischen Afrika und den Kanarischen Inseln gilt als gefährlichste Migrationsroute der Welt. Rund 2000 Menschen kamen 2025 auf ihr ums Leben. Immer wieder kommt es auch zu Gewalt an Bord der Boote. Irgendwo zwischen Südmarokko und der spanischen Insel Teneriffa begann für Ismael Ouattara die Hölle. Innerhalb von 24 Stunden starben seine einjährige Tochter und seine Ehefrau. Da trieb ihr Boot bereits seit mehreren Tagen manövrierunfähig auf dem Atlantik.
Laetitia Bader, stellvertretende Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, und Jean-Baptiste Gallopin, leitender Berater für Krisen und Konflikte, reisten Mitte Dezember 2025 in den Osten des Tschad. Dort führten sie Interviews mit Dutzenden Geflüchteten, die aus El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur, geflohen waren, nachdem die Stadt Ende Oktober 2025 von den Rapid Support Forces (RSF), einer der beiden wichtigsten Kriegsparteien im Sudan, eingenommen worden war.
Aus Tunesien fliehen Menschen oft in dünnen Metallbooten, die sehr schnell sinken. Foto: Raphael Schumacher / SOS Humanity
Berlin, 10. Februar 2026. In ihrer heute veröffentlichen Erklärung fordern 39 Such- und Rettungsorganisationen sowie Menschenrechtsorganisationen die Mitglieder des Europäischen Parlaments nachdrücklich auf, die vorgeschlagene EU-weite Liste sogenannter sicherer Herkunftsländer abzulehnen. Der Apell der NGOs, der sich speziell auf Tunesien fokussiert, hängt mit der heutigen Abstimmung im Europäischen Parlament zusammen.
Geschätzt 840.000 Einwanderer leben in Spanien ohne Aufenthaltsgenehmigung. Die Regierung will nun einmalig Hunderttausenden einen legalen Status geben – unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Schritt gegen den europäischen Trend.
Kurz vor der Küste von Malta schlägt am Mittag des 21. Januars ein Matrose Alarm. Vom Bord des ägyptischen Frachtschiffs „Star“ hatte er einen Menschen im Wasser gesichtet, der sich regungslos an einen Rettungsring klammerte. Der Kapitän änderte den Kurs. Ein von der Besatzung gedrehtes Video zeigt die Bergung von Ebrima Conteh. Der völlig unterkühlte Mann aus Sierra Leone hatte wohl 24 Stunden im Wasser ausgeharrt. Er wurde nach Malta gebracht.
Die Sea-Watch 5 wurde im Hafen von Catania festgesetzt. Foto: Maria Giorgi/ Sea-Watch
Das deutsche Rettungsschiff Sea-Watch 5 wurde nach einer Rettung für 15 Tage von den italienischen Behörden festgesetzt und mit einer Strafe von 7500 Euro belegt. Damit ist die Sea-Watch 5 nach der Humanity 1 schon das zweite zivile Rettungsschiff der Justice Fleet, das von den Behörden im Hafen festgehalten wird – während im Mittelmeer weiter Menschen auf der Flucht ertrinken. Gemeinsam mit Sea-Watch haben ein Dutzend weitere Seenotrettungsorganisationen als Teil der Justice Fleet ihre operative Kommunikation mit Libyen eingestellt.
Ruanda hat einen internationalen Rechtsstreit gegen das Vereinigte Königreich eingeleitet, nachdem Großbritannien ein umstrittenes Asylabkommen aufgehoben hat, das vorgesehen hätte, Migranten, die illegal nach Großbritannien eingereist sind, in den ostafrikanischen Staat umzusiedeln.
US-Behörden zufolge steht die Abschiebung des syrischstämmigen Aktivisten und ehemaligen Columbia-Studenten Mahmoud Khalil nach Algerien kurz bevor. Damit würde ein längerer Rechtsstreit um seinen Aufenthaltsstatus enden. Die Regierung wirft ihm vor, bei seinem Green-Card-Antrag falsche Angaben gemacht zu haben, berichtet die New York Post.
Menschenhändler haben in Libyen Tausende Migranten eingesperrt und gefoltert, um von Angehörigen Lösegeld zu erpressen. Erstmals steht ein mutmaßlicher Täter vor Gericht. Doch andere Menschenhändler machen mit dem Foltern weiter Geschäfte.
Ghana hat nach Gerichtsurteilen im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, Prostitution und anderen Straftaten 68 ausländische Staatsangehörige aus der Ashanti-Region abgeschoben. Dabei ist Nigeria das am stärksten betroffene Land der jüngsten Durchsetzungsmaßnahme.
Das Europaparlament hat für eine Verschärfung des Asylrechts gestimmt – mit gemeinsamen Stimmen von Union und AfD. Unter anderem soll künftig die Einrichtung von Asylzentren in Drittstaaten möglich werden.
Zwei Familien aus dem Südsudan klagten mit Unterstützung von PRO ASYL gegen die im Mai 2025 ergangene Absage ihres Resettlementflugs. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gab einer Klägerin Recht und verpflichtete die Bundesregierung, der betroffenen Familie die Einreise zu ermöglichen. Das führte auch zu einem positiven Ausgang des Verfahrens der anderen Familie. Heute landeten die beiden Familien mit weiteren Flüchtlingen – insgesamt 143 Personen – in Leipzig.