Milizenführer Hemeti und Armeechef al Burhan stehen sich im Sudan feindlich gegenüber. Obwohl sie grausamste Kriegsverbrechen begehen, sind die meisten Hilfsorganisationen aus dem Land abgezogen. Auch Deutschland ignoriert den Krieg weitgehend – dabei ist er entscheidend für die Sicherheitslage in Europa.
Insiderberichte von Jeune Afrique enthüllen das politische Drama, das sich seit über einem Jahr hinter den Kulissen in Gabun abspielt. Das panafrikanische Magazin beleuchtet den erbitterten Machtkampf zwischen General Oligui Nguema und der in Ungnade gefallenen Familie Bongo. Zwischen harten finanziellen Verhandlungen, umstrittenen Haftbedingungen und subtilen diplomatischen Manövern zeigt der Artikel die Dynamik eines Konflikts, der nicht nur die Zukunft einer Dynastie, sondern auch das Gesicht des post-Bongo-Gabun neu definiert. Ein kleiner Einblick in eine politisch-finanzielle Saga mit internationalen Verzweigungen.
Jahrzehntelang versuchte Frankreich in seinen ehemaligen Kolonien weiter die Fäden zu ziehen. Einer der Drahtzieher erzählt nun von Geldgeschenken, im Mittelpunkt: Jacques Chirac.
Der tunesische Präsidentschaftskandidat Ayachi Zemmal (Foto) wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Diese Entscheidung wurde vom Sprecher des Gerichts, Sami Semadhi, in einem Interview bekannt gegeben.
Eine hochrangige amerikanische Delegation besuchte Libyen und traf sich mit Vertretern der beiden Konfliktparteien des Landes, was Fragen zu den Zielen der Gespräche aufwirft.
Während der hochrangigen Versammlungswoche der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York wurde von Deutschland, Frankreich, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union ein Ministertreffen zu Sudan zur Unterstützung des sudanesischen Volkes und seines Strebens nach einer friedlichen und demokratischen Zukunft in Wohlstand einberufen. Die Teilnehmenden brachten ihre tiefe Besorgnis angesichts der katastrophalen und sich immer noch rasch verschlechternden Situation in Sudan zum Ausdruck, bekräftigten ihre in der am 15. April 2024, ein Jahr nach Ausbruch des Konflikts, in Paris angenommenen Grundsatzerklärung gemachten Zusagen und informierten über ihre Initiativen zur Förderung des Friedens in Sudan.
Äthiopien hat Somalia vor dem jüngsten Waffenlieferungsabkommen mit Ägypten gewarnt und betont, dass die Lieferung von Munition die Bemühungen zur Lösung potenzieller Konflikte in der Region erschweren könnte.
Ägypten hat angesichts der zunehmenden Spannungen am Horn von Afrika zwischen Äthiopien und der abtrünnigen Region Somaliland eine zweite Ladung militärischer Ausrüstung nach Somalia geliefert.
Nathalie Yamb, Kemi Seba und Co. finden deutliche Worte, wenn es um Frankreich geht. In Videos wettern die Influencer unverhohlen gegen die einstige Kolonialmacht. Neuer Heilsbringer ist aus ihrer Sicht Wladimir Putin.
Es ist ein vergessener Krieg: der Konflikt in der Sahelzone. Dabei ist die Region der Welt am schwersten vom Terrorismus betroffen. Islamistische militante Gruppen, Tuareg-Unabhängigkeitskämpfer, kriminelle Banden und Söldner-Truppen kämpfen um Macht. Im Hintergrund buhlen die Großmächte um Einfluss, die Kontrolle der Bodenschätze und der Migrationsströme.
Die Gefahr eines erneuten bewaffneten Konflikts wächst. Die Verschiebung der internationalen Aufmerksamkeit auf den Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Gazastreifen hat in Libyen ein geopolitisches Vakuum geschaffen. Dieses Vakuum wird von lokalen politischen Akteuren sowie deren regionalen und internationalen Verbündeten genutzt, um ihren Einfluss auszubauen. Einer der Hauptnutznießer dieser Situation ist General Khalifa Haftar, der als potenzieller Sieger aus der aktuellen Krise hervorgehen könnte.
Die USA unterstützen die Einrichtung von zwei ständigen Sitzen für Afrika im UN-Sicherheitsrat, eine Initiative, die ohne das Vetorecht Hoffnungen und Fragen aufwirft.
Der Wahlkampf für die tunesischen Präsidentschaftswahlen hat am Samstag, den 14. September begonnen. Die letzten Tage waren geprägt von zahlreichen Verhaftungen in den Reihen der islamistischen Partei Ennahdha, die von 100 Verhaftungen spricht. Ein weiterer schwerer Schlag für diese Formation, die nach der Revolution das politische Leben in Tunesien dominierte und deren Ableger im April 2023 im ganzen Land geschlossen wurden. Ihr Vorsitzender und Gründungsmitglied Rached Ghannouchi war ebenfalls festgenommen und inhaftiert worden, unter anderem wegen illegaler Auslandsfinanzierung, berichtet RFI.