Die Wagner-Truppen waren bekannt für ihre dubiosen Geschäfte in Afrika. Nach dem Tod ihres Anführers wird klar, welche neuen Wege Russland geht, um seinen Einfluss auf dem Kontinent auszubauen.
In den USA haben sich zwei Männer schuldig bekannt. Sie haben Flugzeugteile im Wert von 4,5 Millionen Dollar illegal nach Russland exportiert. Der Deal lief über eine Strohfirma in Gabun.
Amadou Abdramane, Sprecher der nigrischen Junta. Foto: X
Der Kreml teilte mit, dass Wladimir Putin und der Vorsitzende des Nationalrats von Niger, Abdourahmane Tiani, kürzlich ein wichtiges Telefongespräch geführt haben. In dem Gespräch erörterten die beiden Männer Sicherheitsfragen in der Sahelzone. Sie sprachen auch über den Schutz des Heimatlandes. Und das, obwohl die USA Niger vor den Beziehungen zu Russland und dem Iran gewarnt hatten.
Ende Januar 2024 landete auf dem Flughafen Ouagadougou in Burkina Faso ein Flugzeug, an dem eine russische Flagge prangte. Die Maschine transportierte 100 russische Soldaten.
Farai Muroiwa Marapira, Zimbabwe African National Union-Patriotic Front, Farai Muroiwa Marapira. Foto: X
Die Vereinigten Staaten von Amerika versuchen nach Angaben des russischen Botschafters in Simbabwe, Nikolaj Krasilnikow, Simbabwe davon abzubringen, sich mit Russland zusammenzuschließen. Dies gab der Botschafter in einem Interview mit dem russischen Nachrichtenmagazin Sputnik bekannt. Er stellte fest, dass Simbabwe trotz des Drucks aus den USA weiterhin an der Stärkung seiner Beziehungen zu Russland festhält.
Bei der Suche nach Menschenmaterial für seinen Angriffskrieg auf die Ukraine setzt Russland nicht nur auf Kriegsgefangene und junge Männer aus ländlichen Regionen des Landes. Auch in Somalia oder Sierra Leone werden Söldner unter falschen Versprechungen gelockt.
Die Sahelzone brüskiert den Westen und wendet sich Russland zu. Für die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist das ein außenpolitisches Desaster. Deutschland muss daraus lernen.
Russland, eine der wenigen Militärmächte, die keine Stützpunkte in Afrika haben, steht kurz davor, sein Quartier in einem Land des Kontinents zu errichten. Welches wird es sein?
Nicht nur in Osteuropa stehen sich Ukrainer und Russen gegenüber. Auch Afrika liegt im Zentrum der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Kiew und Moskau.
In einem sich rasch verändernden internationalen Kontext markiert das jüngste Treffen zwischen Mahamat Idriss Déby Itno (Foto), dem Präsidenten des Tschad, und Vladimir Putin, dem Präsidenten Russlands, in Moskau einen bedeutenden strategischen Wendepunkt. Es findet im Rahmen eines großen Krieges um Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent statt.
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