Themen der Woche: Der UN-Sicherheitsrat unterstützt Marokkos Westsahara-Plan, Bundespräsident Steinmeier reist nach Ägypten, Ghana sowie Angola und die Lagos Fashion Week gewinnt den Earthshot-Nachhaltigkeitspreis.
So hatten sie es sich vorgestellt – die grausame Realität sieht anders aus
Unter fadenscheinigen Umständen lockt Russland Hunderte Frauen aus Afrika ins Land. Sie müssen Killer-Drohnen in Fabriken herstellen und verletzen sich bei der Arbeit. Luftangriffe durch die Ukraine kommen dazu.
Die südafrikanische Regierung hat Hilferufe von 17 Staatsbürgern erhalten, die als Söldner im Krieg zwischen Russland und der Ukraine kämpften und nun im Donbass feststecken. Präsident Cyril Ramaphosa ordnete Ermittlungen an, um zu klären, wie die Männer – im Alter von 20 bis 39 Jahren – angeworben wurden.
Im Jahr 2021 wurde Rosalie Chigariro die erste schwarze Simbabwerin, die ihren Körper für wissenschaftliche Zwecke spendete. Sie verfügte, dass ihr Körper der medizinischen Fakultät der Universität von Simbabwe für Forschungszwecke übergeben werden solle – wie aktuelle Berichte zeigen, wurde diese Untersuchung nun abgeschlossen.
Lehrer sein ohne Ausbildung, Krankenschwester ohne Erfahrung, Betreuer ohne pädagogische Qualifikation? Kein Problem. In Tansania, Namibia und etlichen anderen Ländern des Globalen Südens können sie ohne Erfahrung für etwas Geld ihren Traumjob ausüben. Ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Ausland bedeutet für viele junge Erwachsene wichtige Erfahrungen und das Aufhübschen ihres Lebenslaufs.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Salam Sudan Campaign rufen gemeinsam zu einer Mahnwache vor dem Auswärtigen Amt in Berlin auf. Unter dem Motto „Stand with Sudan – Stoppt die Massaker in El Fasher!“ soll am Freitag, 31. Oktober 2025, von 15 bis 17 Uhr gegen die anhaltenden Gräueltaten im Sudan protestiert werden.
Der nigerianische Literaturnobelpreisträger und Dramatiker Professor Wole Soyinka hat bekannt gegeben, dass die Vereinigten Staaten ihm das Visum entzogen haben. Dadurch wird ihm die Einreise in die USA verwehrt und einige seiner internationalen Privilegien werden eingeschränkt. Bei einer Pressekonferenz in der Kongi’s Harvest Gallery, seinem Wohnsitz in Lagos (Nigeria), erklärte Soyinka, er wisse von keinem Anlass, der diese Entscheidung gerechtfertigt haben könnte.
Ärzte ohne Grenzen wurde in einem Schreiben des libyschen Außenministeriums aufgefordert, das Land bis zum 9. November 2025 zu verlassen. Ein Grund für die Ausweisung wurde nicht genannt. Ärzte ohne Grenzen ist besorgt über die Folgen und hofft noch auf eine positive Lösung.
Kurz nach dem Start zu einer Safari ist ein Kleinflugzeug in Kenia abgestürzt. Alle Insassen kamen ums Leben. An Bord waren – neben dem kenianischen Piloten – zwei Deutsche und acht Ungarn.
Weltweit werden jedes Jahr etwa 92 Millionen Tonnen Textilien weggeworfen. In Nairobi möchten Designer und Aktivisten das Bewusstsein für diese Abfallberge schärfen – und den Wert von gebrauchter Kleidung aufzeigen.
Diese Woche im DAS-Pressespiegel: In Kamerun gewinnt Paul Biya laut vorläufigen Ergebnissen die Präsidentschaftswahl, in Marokko wird nach Jugendprotesten der Haushaltsentwurf für 2026 vorgestellt und im Senegal wird der britische Africa Prize for Engineering Innovation vergeben.
In Eswatini hat Roberto Mosquera del Peral einen Hungerstreik begonnen, um gegen seine Inhaftierung in dem Land zu protestieren, in das er im Juli von den Vereinigten Staaten abgeschoben wurde. Der Fall entfacht die Debatte über amerikanische Abschiebungen in Drittländer in Afrika neu.
Südafrika steht zunehmend unter politischem und diplomatischem Druck, nachdem Berichte bekannt wurden, dass vier als „entmilitarisiert“ deklarierte Aérospatiale-Gazelle-Hubschrauber, die aus dem Land exportiert worden waren, in Libyen wieder aufgetaucht sind – offenbar als Teil der Luftstreitkräfte von General Khalifa Haftars Libyscher Nationalarmee (LNA).
Rebellen, die die Twangiza-Goldmine im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) besetzt halten, haben laut Angaben des Unternehmens seit der Übernahme der Mine im Mai mindestens 500 Kilogramm Goldbarren im Wert von rund 70 Millionen US-Dollar geplündert. Die Mine liegt in der Provinz Süd-Kivu und geriet Anfang des Jahres während der bislang größten territorialen Offensive der von Ruanda unterstützten M23-Rebellen unter deren Kontrolle.
In Ghana erschüttert derzeit ein tragischer Fall das Land: der Tod von Cheikh Touré, einem jungen senegalesischen Fußballer, der nach Ghana gereist war, in der Hoffnung, echte Talentscouts zu treffen. Doch offenbar geriet der junge Mann in eine Falle. Sein Tod am Samstag hat die Regierungen Senegals und Ghanas veranlasst, sich des Falls anzunehmen, berichtet RFI.